Die Woche in Social Media (KW 44)

Es gibt Wochen, da kommt man mit dem Schreiben kaum nach, so viel passiert da -und es gibt Wochen wie diese…. trotzdem, ein paar Neuigkeiten habe ich doch zu vermelden:

Der Microblogging-Anbieter Twitter testet nun erstmals Werbung in den Nachrichtenströmen. Unabhängig davon, ob man Kurznachrichtes des jeweiligen Anbieter aboniert hat, erhält man nun werbliche Botschaften, wie im Twitter-Blog beschrieben. Allerdings wird das erst mal nur für einen bestimmten Personenkreis getestet.

Auch LinkedIn bietet nun Werbung an: So können Unternehmen Ihre Firmen mit einer Empfehlungsanzeige bewerben. Über 40 Firmen, darunter Dell, VW und Microsoft, nutzen diesen Service bereits, wie auf dem LinkedIn-Blog bekannt gegeben wurde.

Tja, eigentlich waren das schon die wirklich wichtigen News, deswegen hier noch eine kleine Provinzposse, die einmal mehr zeigt, wie gut eine Öffnung nach Aussen für das Image von Unternehmen sein kann: So wurde in einem Artikel auf derwesten.de die Intrasparenz von WikiLeaks angeklagt. Besonders die Ehe des ehemaligen Sprechers Daniel Schmitt aka Daniel Domscheit-Berg mit einer Mitarbeiterin von Microsoft wurde hier beklagt, da diese sich öffentlich positiv über WikiLeaks geäußert habe. Weiterhin wurde gefragt, ob Microsoft vielleicht gar WikiLeaks fördere. Nachdem in den Kommentaren die Microsoft-Mitarbeiterin meist wie ihr Arbeitgeber negativ wegkam und immer wieder gefragt wurde, ob denn der Journalist die Originalstellungnahmen veröffentlichen könnte, tat dies Thomas Mickeleit, der Pressesprecher von Microsoft selber (Kommentar #53), was zu einem Stimmungswandel der Kommentatoren führte, auch weil hierin klar wurde, dass die Mitarbeiterin keineswegs als „Lobbyistin“ bei MS angestellt sei, was im Artikel so dargestellt wird. Originell auch, dass sich der Autor des Artikels zwar vorher mehrfach in die Diskussion einmischte, dies aber nach der Veröffentlichung der Stellungnahme nicht mehr tat.

Die Woche in Social Media (KW 43)

Beginnen wir mit der Bahn. Die wird gerade bestreikt, was vielen Menschen Ärger bereitet. Diesen wollen sie natürlich loswerden, weshalb die letzte Woche bereits erwähnte Facebook-Seite nun gänzlich von negativen Kommentaren rund um Verspätungen und Zugausfällen befüllt wird. Und die Moderatoren der Seite? Schweigen dazu. Tja, ist natürlich auch schwer zu fassen, dass tatsächlich fast alle der gleichen Meinung sind: Dass die Bahn zu teuer und zu oft zu spät ist.

Den Twitteraccount @deutschebahn hat sich der Konzern jedenfalls nicht gesichert, sodass nun ein anderer unter diesem Namen Tweets veröffentlicht wie „Tipp des Tages: Wenn der ICE mal wieder im Tunnel liegen bleibt, gibt es nichts besseres als einen heißen Kaffee aus dem Bordbistro“. Mal abwarten, wann die Anwälte der Bahn den Spaß beenden.

Facebook wird sich freuen: Nun gab es endlich auch mal bei Myspace ein Datenleck. Wie das Wall Street Journal berichtet, wurden die Daten übermittelt, wenn jemand auf eine Anzeige geklickt hat. Wieder ein Grund, die Werbung im Internet nicht weiter zu beachten…

Apropos Myspace: Diese warten nun mit einem kompletten Relaunch inklusive Neuausrichtung auf. Nachdem mehr und mehr User zu Facebook wechselten, präsentieren sie sich nun als Entertainment-Plattform, die den Kreativen Raum bieten will. Ein spannendes Konzept, das, nachdem man jahrelang alle Trends und Neuerungen anderer Plattformen verschlafen hat, der Rettungsanker bedeuten könnte. Zu sehen gibt es das neue Design in Deutschland allerdings erst im November, solange kann man sich dies nur in einem Video angucken.

Und noch eines der „abgestiegenen“ portale meldet sich zu Wort: Die VZ-Netzwerke bieten nun in Zusammenarbeit mit einem Spieleentwickler Onlinegames direkt über eine Open Social Schnittstelle an. Somit können, so die Internetworld, die Spieler ihre Erfolge gleich in ihrem Profil posten.

Aber es gibt auch ein neues Portal: Helmut „Fakten! Fakten! Fakten!“ Markwort will zusammen mit Web-Unternehmer Matthias Krage das Portal Styalive.com eröffnen. Dabei handelt es sich nicht um ein Seniorengesundheits- oder gar Zombiefilmportal, sondern aoll als plattform dienen, “mit dem sie sich im Internet unsterblich machen können”, wie Meedia zitiert.  Eine Facebook-Seite gibt es schon, die Pressekonferenz ist für den 9.11.2010 angesetzt.

Wenn auch Sie ein eigenes Portal eröffnen wollen, hilft Ihnen vielleicht der neu vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. veröffentlichte Leitfaden „Rechtliche Rahmenbedingungen für Social Media“, der sich explizit an – Plattformbetreiber wendet, aber eher als Grundlage zu verstehen ist.

Nachdem bei Chatroulette immer mehr User nackt zu sehen waren, hat sich der Betreiber nun etwas ausgedacht, um diese zum einen los zu werden und um zum anderen Geld in die Kassen zu spülen: Die Nackedeis werden, wie Gizmodo berichtet, nun direkt auf die Hustler-Website gelenkt – und ihr Computer für Chatroulette gesperrt.

Mehr und mehr große Unternehmen sperren Social Media Angebote aus den Büros aus. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, geschiet dies bei Firmen wie Heidelbergcement, VW oder Porsche zum einen aus Sicherheits- zum anderen aus Produktivitätsgründen, da die Angst besteht, dass die Mitarbeiter zu viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen.

So, das war es schon für diese Woche.

Die Woche in Social Media (KW 42)

Willkommen zum wöchentlichen Überblick rund um Social Media. Beginnen möchte ich diesmal mit „konstantingate“, wie Meedia die Affaire rund um hundertfach gepostete anonyme Kommentare im Blog von Stefan Niggemeier, die evtl. vom Verlegersohn Konstantin Neven DuMont selbst, mindestens aber von seinen Mitarbeitern kommen, nennt. Hier nimmt DuMont Stellung dazu.

Facebooks Sicherheitslücken scheinen kein Ende zu nehmen: So kann man sich als neuer User mit einer fremden Adresse anmelden und sieht dann – noch bevor die Mailadresse verifiziert wurde – die Daten von Menschen, die diese Adresse bereits gesucht haben., siehe Golem. Aber auch das Wall Street Journal hat einige Lücken aufgetan: So gibt es wohl einige Aps, die Daten ausspähen und an Werbepartner weitergeben.

Eine lustige Idee hatten die Bloggerder Isarrunde: Da Horst Seehofer, bayerischer Ministerpräsident, auf der Eröffnungsrede der Münchner Medientage sagte, dass Internet ja Rundfunk sei und es wohl des weiteren so ist, dass man ab 500 Hörern die On- oder Offlinestation anmelden muss, hat Michael Praetorius dem Geschäftsführer der bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Martin Gebrande nun die Anzeige eines Internetprogrammes überreicht – für den Twitter-Kanal, da dieser mehr als 500 Follower hat. Nun wird es spannend: Sollte dieser Antrag abgelehnt werden, könnte es für die GEZ schwierig werden zu brgründen, warum für jeden Computer Rundfunkgebühren entrichtet weden soll. Sollte der Antrag wiederum angenommen werden, bedeutet dies, dass die Gebühr von 5000 € entrichtet werden muss – und sich darüber hinaus die Frage stellt, ob nun jeder Twitterer mit mehr als 500 Followern seinen Account anmelden muss.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft veröffentlicht einen kostenlosen Leitfaden bzgl.  rechtlicher Rahmenbedingungen für Social Media mit 10 Empfehlungen. Nähere Infos hier.

Nach Lidl, Tchibo und co. bietet die Bahn nun auch bei Facebook günstige Tickets an. Unter http://www.facebook.com/chefticket gibt es für 25 € ein Ticket nach Wahl – solange der Vorrat reicht und mit Zugbindung. Und auf der Pinnwand gibt es noch dazu neben Äußerungen zu S21 auch viele Kommentare von „normalen“ Bahnfahrern, denen die Preispolitik, die Verspätungen oder übervolle Züge bitter aufstoßen. Natürlich, ohne dass die Bahn dies kommentieren würde. Da hat wohl jemand den Sinn von Social Media nicht verstanden. Die Kollegen von off-the-record haben dies treffend kommentiert.

Auch die Polizei hat nun Social Media entdeckt: Nachdem ein Mann in Australien weder telefonisch noch postalisch erreicht werden konnte, wurde ihm eine Verfügung nun kurzerhand per Videobotschaft an seinen Facebook-Account gesendet. Darin wird er aufgefordert, rüde Facebook-Botschaften gegen seine Exfreundin zukünftig zu unterlassen, wie der Tagesspiegel berichtet.

So, das war es mit den Meldungen der Woche rund um das Thema Social Media.

Die Woche in Social Media (KW 40/41)

So, zurück aus Urlaub, Popkomm (bzw. Berlin Music Week) und kurzer Grippe, hier kommen wieder Neuigkeiten.

Fast jeder wird es bereits mitbekommen haben: Facebook macht nun auch in Deutschland den Geolocationdiensten wie Foursquare oder Gowalla Konkurrenz und bietet Mitgliedern nun die Möglichkeit, ihren Aufenthaltsort preis zu geben. Auch hier gilt natürlich wieder: Am besten erst mal die Privatsphäre-Einstellungen bearbeiten, damit nicht jeder sieht, dass man gerade nicht zuhause ist.

Ebenfalls müßte jeder mitbekommen haben, wie sich das WePad nach und nach ins Aus geschossen hat, bzw. wie der – inzwischen ehemalige – Geschäftsführer dies mit sich selber tat. Eine Lehrstunde „wie man Social Media nicht benutzen sollte“ und darüber, dass im Netz eigentlich immer jemand recherchiert – in diesem Fall bei dem Positiv-Kundenrezensionen. Komisch, dass sowas dann immer gleich mehrfach ans Licht kommt, auch die T-Online hat auf ihrem Onlineportal gefakte Rezensionen eingestellt, hier zum Aufwerten, wie die Internetworld berichtet. Aber das ist nicht alles: Weltbild, als Vertreiber eines eigenen Billig-Readers, scheint negative Rezensionen zu löschen, wie Meedia berichtet. Haben die denn alle ihre Social Media Hausaufgaben nicht gemacht???

Skype veröffentlicht nun eine neue Version, mit der man u.a. direkt seine Facebook-Kontakte anrufen kann, wie die Meedia berichtet.

Die Zeit berichtet über eine Studie des Unternehmens Sysomos, in der dokumentiert wird, wie oft Tweets bei Twitter weitergeschickt oder beantwortet werden.: Ganze 71 % werden nicht weitergeschickt oder beantwortet, 6 % werden retweetet und 23 % beantwortet. Darüberhinaus werden von den beantworteten Tweets nur 15% mehr als einmal beantwortet. Aber auch Mister Wong ändert sich, vom Social Bookmark-Dienst zur Online-Bibliothek : Interessanter Ansatz!

Eine weiter Studie kommt vom Unternehmen eCircle. Kernaussage: Bereits 61 Prozent der Befragten in Deutschland sind heute über ein soziales Netzwerk erreichbar, im Durchschnitt informieren sich dort 27 Prozent auch über Produkte und Unternehmen, jedoch sind bisher nur 15 Prozent Fans und Follower eines Firmenprofils. Dazu passend die Studie von TNS,in der aufgezeigt wird, dass – außer in Deutschland – Social Networks den Emails den Rang ablaufen.

Viel gescholten gibt Facebook den Usern nun mehr Kontrolle über ihre Inhalte, siehe Internetworld oder Meedia.

Die „Schlacht“ um Stuttgart21 wird nun auch im Social Web geschlagen, wie Meedia berichtet. So gibt es nun nicht nur für die Gegner, sondern auch für die Befürworter Facebook-Seiten.

Buchrezension: Mehr Wert schaffen– Social Media in der B2B-Kommunikation

Social Media ist gerade im Bereich des Comsumer orientierten Marketing in aller Munde. Oftmals wird nicht gesehen, dass diese Tools auch im B2B sehr nützlich sein können. Diese Lücke schließt nun Professor Pleil mit seinem studentischen Team, die in dieser kurzen, aber inhaltsreichen Studie neben den oft schon bekannten Rahmenbedingungen und strategischen Vorgehensweisen auch über Praxisbeispiele berichten und die in den USA derzeit geführte Diskussion zum Thema wiedergeben. Daher ein spannendes Werk, das trotz seiner nur knapp 100 Seiten viel Information bietet, für den Anfänger ebenso wie für den Profi.

Mehr Wert schaffen – Social Media in der B2B-Kommunikation ist herausgegeben von Thomas Pleil und erscheint bei Books on Demand unter http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=361418

Die Woche in Social Media (KW 35)

So, nachdem Ferien und anschließender Stress das Schreiben etwas verdrängt haben, hier zumindest ein paar Info-Snippets:

Das mit Spannung erwartete freie Netzwerk Diaspora soll Mitte September gelauncht werden. Die Erstversion soll noch nicht alle Funktionen beinhalten, diese sollen nach und nach dazu kommen, wie die vier Macher in ihrem Blog berichten. Ob es dabei gleich zu Beginn eine ernsthafte Konkurrenz zu Facebook werden wird bleibt dahin gestellt…

Die Netzwerke werden älter, wie das Marktforschungsunternehmen Per Internet in einer Studie nun bekannt gab. So stieg die Zahl der User binnen einen Jahres bei den Menschen zwischen 50 und 64 um 88%, die der noch Älteren um satte 100%, währen die Zahl der 18 – 29 Jährigen um nur 13% stieg.
Wobei die Älteren natürlich auch am meisten aufzuholen haben!

Die Woche in Social Media (KW 34)

So, wieder eine Wocht vorbei, Zeit,die Neuigkeiten zusammenzufassen. Los geht es mit einem halbherzigen Versuch der Bundesregierung, Arbeitnehmer vor Ausspähung zu schützen. Wie der Spiegel berichtet, sei es nun u.a. verboten, Erkundungen auf Facebook über einen Bewerber einzuholen (bei XING aber erlaubt) oder ohne Verdacht Arbeitnehmer mit Kameras zu überwachen. Trotzdem bleiben immer noch einige Grauzonen bestehe, wie beispielsweise die Überwachung der Emailkontos.

Der Streit GEMA vs. YouTube geht in die nächste Runde. Zwar hat, wie die Zeit heute berichtet, YouTube die erste Runde gewonnen und muss nun nicht die in der einweiligen Verfügung geforderte Löschung von 75 Musikvideos vornehmen. Doch die eigentliche Frage, ob die GEMA mit der Forderung nach einer Bezahlung pro angeklicktem Video (statt pauschal) ist damit ebensowenig beantwortet wie die Frage, wer denn im Zweifelsfall die Videos löschen muss, der Betreiber YouTube oder die User, die diese hochgeladen haben.

David Nelles von About.Virtual-Identity fragt nicht zu Unrecht, ob die Zeit der VZ-Netzwerke vorbei sei. Schließlich habe er eine Mail zur StudiVZ Wahl zur Miss Bikini bekommen und verfasst dazu das Motto: „Wenn es nicht über eine innovative Plattform geht – dann eben über nackte Haut.“

Eine sehr abwegige Form der Facebook-Nutzung gibt es derzeit in einem kleinen Ort in Kolumbien: Dort ist eine sogenannte Todesliste mit den Namen von 80 Jugendlichen aufgetaucht, die die Stadt sofort verlassen sollen, da sie ansonsten ermordeet würden. Bereits 3 Jugendliche sind tot, wie u.a. Meedia und der Spiegel berichten. Unschön!

Dabei kann man auch so viel Schönes auf Facebook tun, seit neuestem auch unterbrechungsfreier chatten, wie im Facebook-Blog verraten wird. 12 Tipps, wie man Facebook professionell verwenden kann, steht nun bei Meedia, auch die Internetworld glänzt mit einem Facebook-Special. Und wie üblich bei neuen Features schlagen Datenschützer nun auch bei dem Geolocationdienst Facebook Places Alarm – laut Süddeutsche Zeitung u.a. deswegen, weil auch andere Menschen jemandes Aufenthaltort nennen können. Mehr Sorgen bereitet den Managern wohl der mit 33,7 Mrd Dollar sehr hoch eingestufte Wert von Facebook. Laut Financial Times Deutschland gibt es einfach zu viel Andrang auf Anteile.

Bei Twitter gibt es eine neue Königin: Lady Gaga hat nun mehr Fellower als Skandalnudel Britney Spears, nämlich 5.684.879, was sie mit einem YouTube-Video feierte. Derweilen hat jemand heraus gefunden, wie leciht man Twitter-Usern, die auch Bilder online stellen, verfolgen kann. Laut TAZ durch neue Kameras, die neben den Bilddaten auch Ortsdaten mit speichern. Nebenbei: Ich hoffe, ich werde nun trotz indirektem Zitat eines TAZ-Artikels nicht verklagt Siehe hier). Die 20 am häufigsten bei Twitter zitierten bzw. verlinkten Medien  zeigt uns Meedia. Top3: Spiegel, Heise und Welt. Mehr oder weniger wissenschaftliche Fakten über Twitter gibt es nachzulesen bei der Karrierebibel, z.B. das Durchschnittalter der User.

Nachdem der Bildblog ja bereits bekannt ist, berichtet die TAZ über einen Watchblog über die Klatschpresse.  Die Klatschkritik berichtet über Fehler und vor allem Fälschungen und Aktualitätsschwindel von Zeitschriften wie Instyle, Gala, Glamour und co. (Hoppla, wieder die TAZ zitiert…wenn das mal keinen Ärger gibt).

Der Payment Service Flattr ist nun nach einer Testphase für alle verfügbar. Hierbei zahlt man freiwillig einen selbst gewählten Betrag zwischen 2 und 100 Euro im Monat und verteilt den auf teilnehmende Blogger, Onlinezeitungen etc.. Wie das genau geht und warum Datenschützer mal wieder kritisch sind (ist ja auch ihr Job) ist nachzulesen bei der FAZ.

Tja, in der Abteilung „ach ja, die gibt’s ja auch noch“: Stayfriends hat sich zum 8. Geburtstag ein neues Design und seinen Usern mehr Überblick und verbesserte Privatsphäreeinstellungen gegönnt.

Soweit die News der Woche, nächste Woche werde ich noch 2 Buchrezensionen veröffentlichen – und natürlich neue Informationen rund um Social Media.

Die Woche in Social Media (KW 33)

So, diesmal mal überpünktlich: der Wochenüberblick. Ich hoffe, ich kann das in Zukunft immer Freitag Nachmittag online stellen.

Wie der Spiegel berichtet, gibt es nun den Streisand-Effekt auch bei Google Street-View. Wir erinnern uns: Ein Künstler hatte ca. 12.000 Fotos von der Küste Kaliforniens ins Internet gestellt, Frau Streisand wollte, dass das Foto, auf dem ihr Haus drauf ist, gelöscht wurde, weswegen dieses Bild erst bekannt wurde (und die Verbindung zwischen dem Haus und ihr in der Öffentlichkeit erst hergestellt wurde). Nun möchte Fotograf Jens Best alle (!) Häuser, die in Street-View verpixelt werden, neu abfotografieren und so noch mal ins Netz stellen.  Dass die Panikmache bzgl. Streetview schon ein wenig zu weit geht, finde ich ja auch, aber deswegen den Menschen ihr Recht auf Privatsphäre zu nehmen, ist auch nicht der richtige Weg!

Apropos: Google hat jetzt auf ihrem Blog bekannt gegeben, dass die Einspruchsfrist, wie von der Verbraucherschutzministerin gefordert, von 4 auf 8 Wochen verlängert wird. Außerdem hat sich Google mit dem zuständigen Hamburger Datenschutzbeauftragten zu weiteren Vereinbarungen durchgerungen. Was ich bei der ganzen Sache ja nach wie vor nicht verstehe: Da stellt sich Frau Aigner ständig ins Rampenlicht und wettert gegen Google und fordert und fordert. Warum? Die Dame ist Politikerin, ihre Aufgabe ist es eigentlich, per Gesetzesentwurf dafür zu sorgen, statt zu zetern. Sonst kann ja nächste Woche das nächste Unternehmen das Gleiche wieder machen. So aber wirkt Aigner  immer 2 Schritte hinterher und scheint ihren Job nicht wirklich ernst zu nehmen. Sie klingt eher wie eine Verbraucherschutzzentrale, die zwar aufklärt und bemängelt, aber nichts dagegen tun kann. (Wobei ich dazu sagen muss, dass ich mich ja schon auf Street-View freue.)

Wie nicht anders zu erwarten launcht Platzhirsch Facebook nun eine Geolocation-Applikation. Damit tritt das Netzwerk in direkte Konkurrenz zu Foursquare, bzw. vereint es mal wieder einen fremden und den eigenen Dienst. Natürlich geschäftlich eine tolle Sache, einfach anderen die Idee zu stehlen und auf dem eigenen Portal zu integrieren. Der Dienst ist übrigens momentan nur in den USA geschaltet, lt. Internetworld kommen die anderen Länder erst später dazu.

Verloren hat dagegen die Stadt Duisburg (bzw. deren Oberbürgermeister) den Kampf um die Netzhoheit. Wie Meedia berichtet, wird nicht weiter gegen Blogs und andere Websites vorgegangen, die den 300seitigen Bericht komplett veröffentlicht haben, in dem genauer die Verantwortlichkeiten der Stadt bzgl. der Loveparade dargestellt werden. Allerdings wird die einstweilige Verfügung gegen Xtranews nicht aufgehoben. Späte Rache?

Die Woche in Social Media (KW 32)

Toll, wenn Firefox mal nicht die ganzen Links speichert, wie man da die Neuigkeiten der letzten Woche zusammenfassen soll, ist mir nicht so ganz klar. Daher hier nur das „Wichtigste“:

Held der SocMed-Woche war sicherlich der umgeworfene Blumenkübel.Die Kurzzusammenfassung: Rowdies hatten bei einem ländlichen Altenheim einen Blumenkübel umgeworfen, die regionale Zeitung berichtete sehr reisserisch und der zuständige Redakteur twitterte etwas unglücklich: „In Neuenkirchen ist ein Blumenkübel umgekippt.” Kein Wunder, dass die Netzgemeinde darauf angesprungen ist und sich mit Meldungen wie „Das ZDF muss eine Sondersendung dazu machen“ darüber lustig gemacht hat. Nachzulesen u.a. bei der TAZ.

Dem Business-Network XING scheint es gut zu gehen. Entgegen einigen anderen Firmen dieser Branche schreibt es deutlich schwarze Zahlen und verbucht im ersten Halbjahr 2010 einen Gewinn von 2,6 Mio Euro (im Vergleich zu 2,18 im Halbjahr davor). Dies sei, so Xing-CEO Stefan Groß-Selbeck auf boerse.ard.de, vor allem auf die Gewinne in den Bereichen E-Recruiting und Advertising zurückzuführen.

Einen satten Anstieg der Ausgaben für Social Media Anzeigen sieht eMarketer, Experte für digitales Marketing. Insgesamt 3,3 Milliarden Euro sollen so in Facebook, das den Löwenanteil erhalten wird, und Co. fließen. (Deutsche Fassung bei der Internetworld)

Über eine Studie des Brand Science Institute berichet die Meedia. Resultat: Kunden lieben die Auftritte von Unternehmen in Social Media meist nicht. Grund: Die Unternehmen betreiben oft Aktivismus, anstatt sich ein gutes Konzept zu überlegen. Auch wird deutlich, dass die Unternehmen, die offline über ein gutes Kundenmanagement verfügen, dieses auch online präsentieren.

Achja, und dann gibt es ja noch die Wired. Die sagt einfach mal, dass das Web tot ist und es bald nur noch Apps geben wird. Na, denn…

Jobsuche per Social Media

Webentwickler Dave Berzack sucht einen neuen Job – mit Hilfe eines selbstgedrehten Hiphop Videos auf YouTube, in dem er über die Musik eines M.I.A. Songs darüber rapt, welche Techniken er beherrscht  („I got my DB, PHP, AS3, Rockin‘ the projects…“) und dass er seinem zukünftigen Arbeitgeber viel Geld in die Kassel spülen will. Er richtet sich an „all the Creative Directors out there“ und verspricht „Conversion Rates…so high!“. Dabei sieht er auf seiner Website absolut seriös aus, was das Video noch besser macht.

Mich würde jetzt noch der Ausgang dieser anderen Art der Jobsuche interessieren…