Rechtsvorschriften in Twitter für Unternehmen

Unternehmen, die twittern wollen, sollten vorab einige rechtliche Hinweise beachten, die nun die Rechtsanwälte Härting in einem Leitfaden zusammengefasst haben. Dr. Martin Schirmbacher, Fachanwalt für IT-Recht,  hat hier für Rechtslaien leicht verständlich die wichtigsten Punkte zu Themen wie Nutzungsrechte, Markenrechte und das Werberecht notiert. Die zusammenfassende Checkliste:

  • Verwenden Sie keine fremden Marken oder Namen im Twitter-Account.
  • Holen Sie (Online-)Nutzungsrechte ein, wenn Sie geschützte Backgrounds oder Profilbilder nutzen.
  • Binden Sie Web-Impressum ein.
  • Bezahlen Sie nicht andere für Werbung auf Twitter, wenn dies nicht kenntlich gemacht wird.
  • Versenden Sie keine werbenden Direkt-Nachrichten ohne Einwilligung.
  • Twittern Sie nichts, was Ihnen für Ihre Unternehmenswebsite rechtlich zu unsicher wäre.
  • Machen Sie Ihren twitternden Mitarbeitern Vorgaben für die Twitter-Nutzung.

Die vierseitige Langfassung steht hier als pdf kostenlos zum Download bereit.

Applications für Social Media werden wichtiger

In einer Studie, die sich mit Apps für Mobiltelefone beschäftigt, befragte eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., ca. 30 Fach- und Führungskräfte aus allen Bereichen der Mobilfunkindustrie über die Gegenwart und Zukunft der Applikationen.

Wurden nur von 38,5 % bestätigt, dass Nutzer zur Zeit Apps für Social Media benutzen würden, so wurde für 2012 bereits eine Zahl von 69,2% prognostiziert.

Auch wenn die Location Based Services mit einer Verdreifachung ihrer Zahlen als ganz große Gewinner der Studie hervorgehen, wird dennoch deutlich, dass  auch Social Media in Zukunft mobil werden.

Wen erreiche ich da eigentlich?

Auch wenn von vielen „Experten“ die Social Media als Retter der Werbebranche gesehen wird, muss man doch genauer differenzieren, wen man eigentlich erreichen möchte, bevor man sich als Unternehmen in das Abenteuer Social Media wirft. Pingdom.com hat nun 2 interesssante Studien veröffentlicht, mit der spannenden Frage: Wer ist eigentlich wo unterwegs?

Zwar sind die Studien für den amerikanischen Markt zugeschnitten, aber es ergibt sich daraus doch ein erster Eindruck. So sieht man hier, dass mehr Frauen als Männer Social Media nutzen, myspace hat ganze 64% Frauenanteil.

In einer anderen Studie wird das Alter der Nutzer untersucht. Wenig überraschend ist wohl, dass nur 3% über 65 sind. Erstaunlich dagegen, dass die Gruppe der 18-24jährigen deutlich unterrepräsentiert ist,  besonders bei Seiten wie Facebook oder myspace.

Ebenso spannend finde ich die Tatsache, dass 64% der Twitter-User und 61 % der Facebook-Benutzer mindestens 35 Jahre alt sind.

Bleibt nur die Frage offen: Wo und wie erreicht man eigentlich die Jugend?

Facebook stärkt Markenaufbau

Dass sich Kommunikation auf Social Media Sites wie facebook für Marken lohnt, zeigt die aktuelle INNOFACT Trend-Studie »zwei.null trends – facebook und Markenkommunikation«, in deren Rahmen im Januar 2010 1.009 facebook-Nutzer online befragt wurden.

Zwei Drittel der Befragten sind bislang auf Facebook mit Marken, Produkten oder Unternehmen in Kontakt gekommen, beispielsweise durch Beitreten einer Gruppe (21%), oder indem sie „Fan“ wurden (27%).

Jeder dritte Nutzer hat über das soziale Netzwerk bereits neue Marken kennengelernt. Besonders häufig machen Freunde auf neue Marken aufmerksam. So gaben 10 % der Befragten an, bereits markenbezogene Informationen an Freunde weiterempfohlen zu haben – interessanter Weise sind hier ältere Nutzer ab 30 Jahren deutlich aktiver (63%).

28% der Befragten geben an, dass der Kontakt zu Marken auf facebook das Markenimage verbessert hat. Wiederum ist dieser Effekt besonders groß, wenn Freunde zuvor auf die Marken aufmerksam gemacht haben. Somit spielen Freunde und Bekannte bei der Verbreitung und Wirkung von werblichen Inhalten auf facebook eine für Marken sehr förderliche Rolle.

Quellen: openpr bzw. innofact

Vodafone Panne auf Twitter

Zuletzt bei mir vor allem durch eine knapp zweimonatige (!) Bearbeitungszeit meiner Kündigung, das Nicht-Beantworter meiner Emails und einem ausgesprochen schlechten Kundenservice bekannt geworden, glänzt Vodafone nun auch noch durch einen Twitter-Vorfall. So verkündete ein Mitarbeiter „VodafoneUK is fed up of dirty homo’s and is going after beaver“ (SpiegelOnline-Übersetzung: „VodafoneUK hat die Nase voll von dreckigen Homosexuellen und steht auf Vaginas“).
Mehr dazu bei Spiegel.de

Politische Bildung in 140 Zeichen?

Die 140 Zeichen eines Twittereintrages reichen sicherlich nicht, um Nachrichten und politische Sachverhalte in der richtigen Länge darzustellen (Springerpresse ausgenommen). Trotzdem sind die Möglichkeiten, über politische Zusammenhänge zu informieren, eine wichtige Kommunikationsform.

Die Bundeszentrale für politischen Bildung/bpb läd zusammen mit dem „Runden Tisch“, einem Zusammenschluss von bei der bpb anerkannten Bildungseinrichtungen, zur Fachtagung „Web 2.0: Potentiale, Akteure, Methoden“ vom 8. bis 10. Februar 2010 in das DGB Bildungswerk Hattingen ein.

In Vorträgen und Workshops zu Twitter, Podcasts, Blogs, Communities, Youtube oder Wikis sollen Vertreter der politischen Bildung gemeinsam mit wichtigen Web 2.0 Protagonisten diskutieren und ausprobieren, in wie weit die neuen Kommunikationsformen des Internets eine Möglichkeit sind, Partizipation und gesellschaftliches Engagement zu befördern. Offline durch Workshops, Seminare und Diskussionen, online in dem Blog zur Konferenz http://pb21.de oder via Twitter unter http://twitter.com/pb_21 bzw. dem Hashtag #p21.

Anlass für die Planung der Konferenz sind die dramatischen Veränderungen der Internetnutzung in den letzten Jahren. Nach der JIM Studie – Jugend, Information, Multimedia – des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest von 2009 nutzen 98 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren das Internet; 90 Prozent der 13 bis 19-Jährigen und 78 Prozent der 12 bis13-Jährigen surfen täglich oder mehrmals pro Woche. Jugendliche wachsen heute ganz selbstverständlich mit der Nutzung der „neuen“ Medien auf. Für sie ist die Online-Präsenz in den sozialen Netzwerken des Web 2.0 so selbstverständlich wie alltäglich.

Es wird sicherlich spannend, inwiefern die „Vertreter der politischen Bildung“ diese neue Kommunikationsform akzeptieren und daran partizipieren.

Weitere Informationen unter: http://pb21.de

Ein schneller Start

Vor nicht einmal einer Woche habe ich beschlossen, einen Blog über Social Media und die Nutzung für Marketing und Kommunikation zu schreiben.
Voila, hier ist er. Ihnen viel Spaß, Inspiration und Kurzweil beim Lesen!

Fabian Stenzel