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Die Wochen in Social Media (KW 44 – Ende 2012)

Tja, so ist das, wenn man sich selbständig macht: Vor lauter Arbeit kommt man nicht mehr zu den ebenso wichtigen Dingen wie Bloggen. Deswegen lag nun schon länger die unten angefügte News in den Entwürfen und wurde nicht zuende geschrieben.

Daher habe ich nun beschlossen, dieses Jahr nicht mehr zu bloggen, sondern meine Agentur, das Atelier Stenzel, auf den Weg zu bringen und dann im neuen Jahr (hoffentlich) wieder richtig zu starten mit wöchentlichen, regelmäßigen News.

Ihnen allen frohe Feiertage und auf ein Wiedersehen in 2012. Und hier die „letzten“ News des Jahres:

 

Erinnern Sie sich noch an Social Bookmarks? Zu Zeiten, als man Links noch nicht auf Facebook austauschte, dienten diese zur Empfehlung interessanter Websites und eines der größten Portale war Mister Wong. Dieses steht nun zum Verkauf, man hört von sechsstelligen Beträgen (Firmenblog).

Google+ gibt nun auch die Möglichkeit, Unternehmensseiten zu posten (Firmenblog/Meedia), wofür die Muppets werben (W&V). Während u.A. Klaus Eck dringend dazu rät, als Unternehmen allein schon wegen der Auffindbarkeit bei Google eine solche zu starten (natürlich nicht ohne Konzept / W&V) ist Indiskretion Ehrensache skeptischer, allein schon, da es dort keine Pinnwand gibt, wo Kunden einerseits Anfragen drauf schreiben können, andererseits ihre Verbundenheit mit Marke oder Produkt kundtun können, wie die vielen Fotos zufriedener Starbuckskunden auf deren Facebookseite zeigen.

Wer eine solche Unternehmensseite auf Facebook unterhält, ist impressumspflichtig. Dafür bietet Yourfans.de nun eine kostenlose App an, mit der man leicht ein solches Impressum erstellen kann (W&V).

 

Andererseits gibt es bereits erste Kritiker, die sagen, dass auch Google+ dem Untergang geweiht sei, da es zu spät Firmenseiten und Pseudonyme zugelassen hat (Meedia)

Die Aktion Facebook von Anonymous sollte das Portal „zerstören“. Wie sich nun heraus stellte, war dies aber die Einzelaktion eines „verwirrten Sonderlings“. Die Hacker-Gruppe veröffentlichte nun Namen und Wohnort des Initiators und distanzierte sich von der Aktion, da sie gerne auf Facebook kommunizierten (Golem).

Dabei wird Facebook immer mehr von Datenschützern weltweit kritisiert und von Gesetzentwürfen gefährdet (SZ). Zumal Hamburger Datenschützer die Angaben des Unternehmens bzgl. des Einsatzes von Cookies in Frage stellen und ein Tracking dahinter vermuten (SZ). Andere wiederum fordern, dass nicht gegen die vorgegangen werde, die den Facebook-Button in ihre Homepages einbetten, sondern gegen Facebook selber (Die Zeit). Auch das neue europäische Rechenzentrum wird kritisiert, da es auf schwedischem Boden geplant ist, wo nach einem Anti-Terror-Gesetz einer Behörde des Verteidigungsministeriums gestattet ist, den internationalen Internetverkehr ohne gerichtliche Anordnung anzuzapfen (SZ).

Auch der Student, der kürzlich von Facebook nach mehrmaliger Fachfrage alle Daten bekam, die das Unternehmen über ihn gesammelt hat (über 1000 Seiten) ist sicherlich nicht sehr begeistert. Die TAZ hat nun ein Youtube-Video dazu gemacht, was alles über ihn gespeichert ist.

Die Wochen in Social Media (KW 40/43)

So ist das, wenn man sich selbständig macht, die Zeit reicht hinten und vorne nicht und ein Blog ist auf einmal immer schwerer zu füllen, ich hoffe, dies wird verziehen.

Dass Social Media Marketing mitunter zu erfolgreich sein kann, beweist der völlig überfüllte und zerstörte Laden, der zu einem speziellen Verkauf geladen hatte, mit dem Ansturm an Leuten aber völlig überfordert war, alle hinein ließ und sich dann wunderte, dass die, die drinnen waren, nur noch raus wollten und die die noch draußen waren, rein wollten, sodass die Polizei die Situation entschärfen musste. (W&V)

Spannend wird aber die Frage, was aus dem Like-Button wird: Erst hieß es, dass sich der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte und Facebook annäherten (Meedia), dann, das dies ein Missverständnis sei und es doch keinen Sonderweg für das Bundesland gebe (Meedia, W&V). Gleichzeitig kritisiert Facebook-Manager Elliot Schrage im Spiegel das deutsche Datenschutzsystem, ein anderer Vertreter war nun gemeinsam mit einem Google-Vertreter zu einer Anhörung im Bundestag geladen (Spiegel) – nach einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags gibt es tatsächlich einige offene Rechtsfragen beim Facebook-Button (Heise)

Dabei nimmt facebook immer noch zu, laut dem Comscore-Ranking (via Meedia) hatte das Netzwerk im September 37,641 Mio. Unique Visitors. Eine eigenen iPad-App gibt es nun auch (Meedia). Und ca. 600.000 nicht legitime Loginversuche werden von Facebook blockiert – und das täglich – weswegen nun neue Sicherheitsfunktionen installiert werden sollen (Spiegel).

Auch bei Google+ gibt es Neuigkeiten, zum Beispiel, dass endlich der Klarnamenzwang abgeschafft wurde (SZ).

Der Geschlechterunterschied zwishen Google+ und Facebook: Bei zweitem ist das Verhältnis Männer : Frauen 53:47, bei Google+ 58:42 (W&V).

Und die anderen? Die VZ Netzwerke sterben so langsam aus und verlieren 20% (Meedia, W&V bzw. für StudiVZ die FAZ), Wer-kennt-wen versucht dem Untergang entgegenzutreten, indem es Vereinen spezielle Plattformen bietet (W&V) und das Businessportal LinkedIn versucht weiterhin, dem deutschen Pendant XING die zahlende Kundschaft abspenstig zu machen (W&V). Auf Youtube sollen nun neue Kanäle mit professionell produzierten Inhalten installiert werden (Heise/YouTube-Blog).

Sonst? Kriesenmanager fürchten naturgemäß den Social Media Effekt (W&V) – was die Sparda-Bank soeben erlebt, hat diese doch das Foto eines Schalke-Fans (ausgerechnet) zu einem Dortmund-Fan umgearbeitet, dabei jedoch das ein oder andere Detail vergessen. Keine gute Werbung (W&V). Nicht bekannt ist, ob der abgebildete Fan Anzeige wegen Rufschädigung gestellt hat…

Zum Selberlesen ein Artikel über MTV und den für ein in der Jugend ansässigem Unternehmen selbständigen Umgang mit Social Media sowie ein Interview in der W&V mit Agenturmitarbeiter Michael Klinkers und dem Kernsatz „Im echten Leben würde sich niemand zu einer Gruppe stellen und einfach drauf los sprechen“.

Die Wochen in Social Media (KW 38/39)

Ob MySpace tot ist oder nicht, wird alle halbe Jahr neu verhandelt. Ungefähr ebenso oft wird auch eine Neuausrichtung ausgerufen, diesmal soll der ehemalige Marktführer (wieder) in Richtung Musik gehen und da das werden, was im Businessbereich LinkedIn ist, so Steffen Hopf vom zuständigen Online-Vermarkter Specific Media bei W&V.

Auch die VZ-Netzwerke kämpfen ums Überleben, und das mit einem Relaunch (W&V). Ob das gegen den drohenden Untergang helfen wird, fragt sich sowohl die Gründerszene als auch die TAZ.

Bei Twitter wurde nun zu einer Wall-Street-Demonstration von Kapitalismuskritikern und den Netzaktivisten Anonymous aufgerufen, zu der Tausende kamen (Meedia).

XING wiederum bietet nun neue mobile Werbeformen an, mit Sixt und HRS sind schon 2 große Partner gefunden (W&V)

Google+ erreicht nach einer neuen Studie bereits 1,5% der deutschen Internetuser, zum Vergleich: Facebook überschreitet erstmals die 50%-Hürde. (Meedia)

Diese warten nun mit einer Reihe Veränderungen auf: Größte Neuerung dürfte dabei die Timeline sein, die das Leben der User noch transparenter darstellt und das auf einer Zeitachse. (Firmenblog, Netzwertig, Zeit). Auch Shopping und Multimedia ist nun Thema: Wie W&V berichtet, gehört ein Musikstream in Zusammenarbeit mit Spotify und Rhapsody sowie ein TV-Stram zum neuen Angbot. Laut Focus werden demnächst neue Buttons eingeführt, und zwar ein „Will ich haben“, „Gelesen“, „Gehört“ und „Gesehen“. Natürlich gibt es wie üblich auch da wieder Kritik seitens der Datenschützer (Focus) – und wieder klingt diese, als hätten Datenschutzbeauftragte weder Macht noch Möglichkeiten zur Kontrolle.

Außerdem verschenkt der Markführer gerade Anzeigen in den USA, um dem Mittelstand den Mund wässrig zu machen (W&V).

Die Änderungen der Woche auf Google+: Der Videochat funktioniert nun auch auf Smartphones, damit können nun auch Videos aufgezeichnet werden, man kann gemeinsam an Dokumenten arbeiten und die Suchfunktion wurde weiterentwickelt (Meedia, Googleblog). Die wichtigste Neuerung aber: Google+ ist jetzt auch ohne Einladung offen, nun kann man sich einfach so anmelden. (BasicThinking)

Zu den Wirtschaftsnews: Facebook schafft einer Studie zufolge 182.000 neue Jobs (Meedia), Gründer Mark Zuckerberg ist reicher als die Google-Gründer (W&V)

Laut einer Studie haben nur 16% der intensiven Nutzer von Social Media die Bereitschaft, sich mit Markenbotschaften zu befassen (Meedia).

Gleich 2 spannende Artikel finden sich diese Woche in der Zeit: Zum einen hat ein Student getestet, welche Daten er bei Facebook hinterlassen hat – und wie er an die Daten kommt, was nicht so einfach war (Zeit), zum anderen wird der Konkurrenzkampf zwischen Facebook und Google+ hier schön zusammengefasst. Ebenfalls gut zu lesen ist der Artikel bei Blogwerk über die 7 größten Vorbehalte gegenüber sozialen Netzwerken – wobei leider das Thema Datenschutz ausgelassen wird, einer der Vorbehalte, der mir häufig begegnet.

Zum Deppen machte sich letzte Woche der CDU-Politiker Siegfried Kauder, der erst gefordert hat, dass Nutzer, die mehrmals Urheberrechtsverletzungen im Internet begehen, der Zugang zu selbigem gesperrt werden solle – um daraufhin dabei ertappt zu werden, wie er mehrfach Bilder verwendete, deren Rechte er nicht besitzt. Die Erklärungen, die er danach heraus gab, zeugen allerdings davon, dass er keine Ahnung von dem hat, was er politisch fordert. (Netzpolitik, Meedia)

Die Wochen in Social Media (bis KW 37)

So, Sommerpause vorbei, weiter geht’s mit den diesmal etwas lückenhaften Neuigkeiten rund um das Thema Social Media.

Meedia berichtet, dass das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein nach rechtlichen und technischen Untersuchungen festgestellt hat, dass der Like-Button illegal ist und fordern daher die Betreiber von Websites auf, die Facebookseiten und die Like-Butons zu löschen – andernfalls drohe eine Strafe von bis zu 50.000 €.

Andererseits vielleicht ja auch egal – da laut mehreren Studien feststeht, dass die Nutzung von Facebook abnimmt. (Meedia)

Vielleicht ja auch deswegen, weil Facebook eine Priorisierung der Freundeslisten vornimmt und somit nur die Neuigkeiten angezeigt werden, von denen der Filter denkt, dass sie interessant für den Nutzer seien (W&V)

Dann lieber zum neuen Google+? Nicht so einfach, da Facebook scheinbar Einladungen filtert und auch Statusmeldungen mit dem bösen G-Wort verbrigt (Meedia)

Wobei man als Unternehmen eh noch keine Möglichkeit hat, eine Firmenseite auf Google+ zu erstellen. Zwar kann man das umgehen, jedoch wurden schon mehrfach entsprechende Seiten gelöscht (W&V, Eigenrecherche) Auch der Klarnamen-Zwang stößt nicht nur bei Bloggern (Netzpolitik.org) auf Kritik, auch Politiker fordern ein Recht auf Pseudonyme (SZ). Vielleicht sollte man diesen mal mitteilen, dass man als Politiker die Möglichkeit hat, sowas gesetzlich zu ändern?

Auch Frau Aigner  scheint sich ihrer Macht nicht bewusst zu sein, wenn sie die anderen Minister in einem Brief darum bittet, auf Facebook-Fanpages und die Einbindung des „Gefällt mir“-Buttons zu verzichten (Meedia). Andererseits weiss zumindest Facebook um die Macht der Politik und hat nun eine Lobbyistin nach Brüssel geschickt (SZ).

Andererseits hat ein Forscher nun heraus gefunden, warum sich Menschen auf Facebook & Co. komplett entblößen: „Es geht dabei weniger um rational bestimmte Kommunikationsabsicht, sondern um gefühlsmäßige Selbstversicherung“, so Berger laut Welt. Wobei bereits jede 4. Firma Social Networks sperrt (Meedia)

Aber der Wettstreit zwischen Google+ und Facebook bringt zumindest eins: Dass sich beide richtig Mühe geben. Laut W&V lernt Google+ von Facebook und wird noch sozialer. Facebook wiederum nimmt sich die Datenschutzregelungen des Mitbewerbers zum Vorbild und macht die eigenen (wie lange gefordert) einfacher und transparenter (Meedia). Auch bei Feiereinstellungen wurde nachgebessert, um ungewollte Facebook-Parties zu verhindern (Tagesspiegel). Auch der Nachrichtenstrom soll nun individuell eingestellt werden können (W&V).

Wobei der große Aufschwung von Google+ schon wieder vorbei zu sein scheint, da die Anzahl der Einträge rapide sinkt – laut dem Blog 89n.com sogar um alamierende 41% (Stern).

Facebook kauft jedoch noch die ein oder andere Firma, zuletzt u.a. App-Spezialisten Snaptu (W&V). Und laut Meedia soll noch im September der neue Facebook-Musikdienst starten. Andere Firmen wiederum hätte Zuckerberg besser kaufen sollen, wie zum Beispiel Wonderful Pistachios, die nun mit den Winckelvoss-Brüdern werben. Diese geben in dem Werbespot einen Seitenhieb auf den Facebook-Chef: „Good idea! – Think someone will steal it?“ (W&V)

Und wer keine Lust hat, sein Haustier bei Facebook oder Google+ anzumelden, kann dies nun bei einem eigenen Tier-Social-Network namens „My Social Petwork“ tun (Tagesspiegel).

Am 5. November ist übrigens Weltuntergang – zumindest für Facebook-Süchtige, denn die Hackergruppe Anonymous will zu diesem Stichtag das Social Network zerstören (FTD). Auch der Chaos Computer Club bekräftigt, dass Facebook die Surfer ausspähe (Focus).

Vielleicht wollen sie ja deswegen den Börsengang hinausziehen – oder liegt es doch am durch die Schuldenkriese unruhigen Finanzmarkt? (Morgenpost)

LinkedIn, weltweit zwar die Nummer 1 im Bereich Business-Network, aber in Deutschland noch abgeschlagen, eröffnet ein Büro in Deutschland, um diesen Zustand zu ändern. Die Zweigstelle in München wird zunächst mit 6 Mitarbeitern besetzt. (W&V)

Auch Twitter will es wissen und verstärkt nun die Werbeaktivität (W&V).

Zu den Studien, Artikeln und Leitfäden: Social Media ist bei der Kaufentscheidung bislang noch wenig ausschlaggebend (W3B Report bzw Kurzüberblick bei W&V). Der BVDM gibt den Leitfaden für Social Media Monitoring heraus. Ein spannender Artikel über Crowdsourcing im Autodesign beim Handelsblatt.

Die Woche in Social Media (KW 23/2011)

Facebook hat mal wieder viel Spaß: Facebook installiert Gesichtserkennung (Golem). Datenschützer monieren Gesichtserkennung (Heise). Der ein oder andere erkennt das Potential dieses Tools (IndiskretionEhrensache)Facebook gesteht Kommunikationsfehler bei Gesichtserkennung ein (W&V). Weiter geht es wahrscheinlich wie immer damit, dass jemand, der scheinbar nicht die Macht besitzt, etwas zu ändern (also Verbraucherschutzministerin Aigner) fordert (jawohl, fordert), es möge sich etwas ändern. Einige Zeit später, auf Druck der Öffentlichkeit (nicht der Politik), wird dann Zuckerberg verkünden, dass man die Änderung modifiziert hat, was die Datenschützer besänftigen wird. Oder so ähnlich…

Gleichzeitig hat nun auch die Polizei Facebook für sich entdeckt und vergleicht die Userfotos mit den Blitzerbildern, wenn sich der Halter nicht dazu bekennt (Meedia).

Wie kommt man eigentlich zu Facebook-Freunden – ist eine der Fragen, die den Werber beschäftigt. Anders herum gibt es nun eine Plattform, wo man Centbeträge bekommt, wenn man als User Fan wird, aktuell gerade bei Nokia oder Alster Radio (W&V). Wer aber wissen will, was die Untreschiede um Verhalten von Fans zu Nichtfans sind: Bei Facebookbiz steht’s. Kurz gesagt: Fans sind hardcore Facebook User.

Nach der peinlichen Ticket-Aktion auf Facebook hat die Bahn scheinbar den Wert von Social Media entdeckt. So starten sie nun einen Twitter-Service-Kanal, der vorerst von 6 bis 20 Uhr besetzt sein soll (Basic Thinking). Der stellvertretende Bahnsprecher Andreas Fuhrmann verkündet beim W&V-Interview, dass dies keine kurz angelegt Kampagne, sondern eine dauerhafte Kommunikationsform sein soll. Natürlich macht sich „das Web“ lustig über darüber mit Sprüchen wie „Sänk ju for following @DB_Bahn“ oder der Vermutung über den ersten Tweet: „Die Eröffnung des Twitterkanals von @db_bahn verspätet sich leider um 15 Miunten. Wir bitten um Ihr Verständnis.“ (Meedia).

Ein amerikanischer Abgeordneter hat sich nun in’s politische Abseits getwittert, in dem er nicht einer Studentin, sondern öffentlich Bilder geschickt hat, die nicht eben in die Öffentlichkeit gehören (Meedia).

Laut einer Studie verliert klassische Werbung an Einfluss auf die Kaufentscheidung (W&V). Forscher wiederum haben herausgefunden, dass die Social Media Benutzung am Arbeitsplatz nicht nur ein Zeitfresser ist, sondern auch nützen kann (FAZ)

Auch wenn es nur am Rande mit Social Media zu tun hat: Kino.to wurde geschlossen, der beste Kommentar dazu: Razzia bei kino.to zwingt Millionen User, zwei Minuten nach neuer Streaming-Plattform zu suchen (der Postillion).

Zum selberlesen: Ein Artikel der Zeit darüber, wie Forscher Facebook für soziologische Studien nutzen, die größten Social Media Pannen auf Meedia und ein Artikel der NZZ über durch personalisierte Werbung verursachtes Stalking.

„Sänk ju for following @DB_Bahn“

Die Woche in Social Media (KW 22/2011)

Twitter ist geknackt. Vor einem britischen Gericht wurde nun zum ersten Mal erstritten, dass die Nutzerdaten eines Accounts herausgegeben werden. Dabei ging es um ein Mitglied eines britischen Gemeinderates, der andere diffamiert hat (Meedia).

Gleichzeitig hat Twitter nun einen eigenen Fotodienst angekündigt. Bereits in wenigen Wochen soll der Twitpic-Konkurrent den Betrieb aufnehmen (Spiegel). Darüber hinaus wurde nun der Follow-Button angekündigt, der Pedant zum Like-Button (W&V) – oder dem ebenfalls angekündigten +1-Button von Google (W&V).

Nach einer seitens Hackern als einseitig eingestuften Berichterstattung über einen mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten wurde nun die Website eines amerikanischen Senders gehackt und die Zugangsdaten von Werbepartnern und Mitarbeitern ins Netz gestellt (Heise).

Neue Zahlen bei Facebook: 20 Millionen aktive Nutzer gibt es in Deutschland, aktiv bedeutet, mindestens einmal im Monat eingeloggt zu sein (Netzwertig). Gleichzeitig geht der Streit um den Kläger (nicht die Brüder, sondern der Holzhändler) weiter, Facebook bezeichnete es nun als Betrug, was da behauptet wird und die vorgelegten Beweise als gefälscht (Handelsblatt).

Auch wenn das ganz große Chaos ausfiel, ca. 1600 ungeladene Gäste kamen zur fälschlicherweise bei Facebook öffentlich gemachten Geburtstagsfeier einer Sechzehnjährigen. Nachdem sie den Haken nicht dort gesetzt hatte, wo man eine Veranstaltung nur für Freunde sichtbar macht, hatten sich 15.000 User angemeldet. Besagte 1600 machten dann ein zunächst friedliches Straßenfest, das allerdings irgendwann kippte und Randale und Sachbeschädigung nach sich zog (Welt).

Selberlesen kann man ein etwas kurzes Interview mit Pixelpark-Geschäftsführer Christoph Kappes darüber, dass Facebook-Marketing mitunter weniger bringt, als man denkt (W&V) und – wer dem Konzept „Geld zahlen für Inhalte“ nicht allzu negativ gegenübersteht – einen Artikel bei FTD über den chinesischen Facebook-Klon Tencent.

Die Woche in Social Media (KW 21/2011)

Britische Knebelverfügungen der Presse zum Schutze Prominenter nehmen gerade kafkaeske Züge an. So dürfen dort inzwischen nicht mal mehr die Namen von Prominenten, die einer Affaire verdächtigt werden, genannt werden. Nachdem aber gerade diese auf Twitter ausgeplaudert werden, hat nun ein britischer Anwalt mit Konsequenzen gedroht – für 30.000 Twitterer, wie Meedia berichtet.

Wer es noch nicht wußte, kann bei W&V schwarz auf weiß nachlesen, dass Facebook Shares, Likes und Links für einen besseren Pagerank bei Google sorgt. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass es hier eine Facebook-Socmed-Seite gibt? Und wer das noch nicht wusste, wusste wahrscheinlich auch noch nicht, dass Facebook ein Arbeitszeitkiller ist – was inzwischen aber auch durch eine Studie belegt ist (Meedia).

Forbes berichtet, dass Facebook einen Musikservice plant (auf deutsch nachzulesen u.a. beim Spiegel) und dafür mit dem Song-Streaming-Dienst Spotify kooperiert.

Das Ende der Netzneutralität, bei dem alle Daten aller Anbieter gleich schnell befördert werden, wird immer wieder diskutiert. Laut Focus wird Youtube von der Telekom bereits langsamer ausgeliefert.

Mark Zuckerberg würde laut Heise Facebook gerne für Kinder öffnen. Der Grund, warum dies übrigens noch nicht passiert ist, liegt darin, dass es laut US-Recht verboten ist, Daten von Kindern zu speichern. Wobei laut einer dort zitierten Studie bereits 55% der 12- bis 13-jährigen über einen Account verfügen. Vielleicht kein Wunder, dass Disney das Facebook-Ranking mit 50 Millionen Fans anführt (W&V)

Die Breaking News sind aber sicherlich, dass nun auch LinkedIn eine Sicherheitslücke vorweist, wie u.a. der Focus schreibt. Grund sind die lange Speicherung von Cookies.

Gleiche Quelle berichtet auch, dass Wikipedia Weltkulturerbe werden will. Aktivisten haben demnach am Montag eine Petition eingebracht. Allerdings gibt es einige Hürden zu nehmen, eine Aufnahme in die Liste ist nicht gerade einfach.

In  der losen Reihe „peinlichste Auftritte von Unternehmen in Social Media“ ist nun Daimler vertreten. So ist der Autobauer laut Golem nicht nur wegen „Majestätsbeleidigung“ gegen die Facebook-Gruppe „Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21“ vorgegangen, vielmehr wurden Angestellte, die den Like-Button gedrückt hatten, zur Personalabteilung gebeten. Der Focus berichtet über weitere „Mitmachaktionen“ – und die Risiken derselben.

Die wohl unangenehmsten Seiten der Social Media (nach schlechten Firmenauftritten) sind sicherlich Lästerseiten wie isharegossip. SAT1 ist nun beim Versuch, den Chef dieser Seite ausfindig zu machen und ihn zu interviewen, einem Trittbrettfahrer auf den Leim gegangen. Lustigerweise folgte laut Meedia aber die Strafe auf dem Fuße, denn auch die Polizei fiel darauf hinein und verhaftete den falschen Chef.

Zum Selberlesen gibt es diese Woche ein Interview mit den Winklevoss-Zwillingen, die dadurch bekannt wurden, dass sie Mark Zuckerberg wegen Ideenklau mehrfach verklagt haben, bei der Zeit sowie einen Artikel über den alten und neuen Twitter Chef Jack Dorsey bei Netzwertig.

Die Woche in Social Media (KW 20/2011)

Und wieder besonders kurz: Der Wochenrückblick:

  • Um neue Talente in die Stadt zu bekommen, startet die Stadt Hamburg eine Social Media Kampagne (W&V)
  • Derweilen warnt der Chef der New York Times davor, dass Social Media uns verdumme, was eine Debatte auslöste (Meedia). Erinnert doch irgendwie an ein Buch, dass vor einiger Zeit die gleiche These vertrat, ich hatte es auch vorgestellt, wenn ich nur nicht so viel Social Media nutzen würde, würde mir bestimmt der Name einfallen…verdammt, sie haben recht!
  • Das internationale Business-Network LinkedIn ist an die Börde gegangen und hat mit 45 Dollar je Aktie den Maximalpreis verlangt. Somit wird der XING-Mitbewerber mit 4,3 Milliarden Dollar bewertet – und spielt damit in einer Liga mit Puma oder Fielmann (Handelsblatt). Nachdem die Aktie dann aber auf bis zu 90 Dollar ging, sprechen diverse Experten lt. Meedia bereits von der nächsten Dotcom-Blase.
  • Nach den peinlichen Nachrichten letzte Woche gab es nun scheinbar Geheimtreffen zwischen Facebook und Banken bzgl. des Börsenganges. (Meedia)
  • Lars Hinrichs, Unternehmer und Xing-Gründer sagt: «Facebook wird genauso groß wie Google» (NZZ). Ich sage: «Facebook wird größer!» (socmed.de)
  • Oder doch nicht? Laut FAZ stößt Facebook in einigen Ländern bereits an die Wachstumsgrenzen.
  • Andererseits werden bei Bing (jaja, das gibt es noch!) inzwischen auch Suchergebnisse aus Facebook angezeigt (heise)
  • Aber in der deutschen Top20 der sozialen Netzwerke ist Facebook klarer Platzhirsch (Meedia)
  • Zurück zu XING: Das wird nun umgebaut – böse Stimmen behaupten, nach Facebook-Vorbild.
  • Und da XING automatisch Unternehmensprofile erstellt: Dies muss laut einem Gericht nicht hingenommen werden (Heise).
  • Ein israelisches Paar nannte sein Kind jetzt tatsächlich Like. (W&V)
  • Pril hatte bekanntlich eine Social Media Kampagne gestartet, bei der User ein Flaschendesign entwerfen sollten und dann darüber abstimmen sollten, welches Design davon in den Handel kommen sollte. Womit Pril nicht gerechnet hat: Mit kreativen Usern. Einer davon hatte die „schmeckt lecker nach Hähnchen“-Gestaltung entworfen, die auch prompt auf den ersten Platz gewählt wurde. Nun hat sich Pril den Unmut der Webcommunity zugezogen, als es nachträglich die Bestimmungen geändert hat, um „anstößigem, ethisch oder moralisch nicht vertretbarem Inhalt“ abzuwehren, so die offizielle Begründung vom Hersteller Henkel. (W&V)
  • Ob es die Bahn inzwischen gelernt hat, werden wir bald wissen, als sie vor einiger Zeit die „Cheftickets“ bei Facebook angeboten hatten, entlud sich auf der Aktionsseite erst mal ein – gänzlich unbeantworteter – Shitstorm entäuschter Kunden – bis die Bahn die Seite einfach wieder schloss und somit die Posts löschte, was zu einem noch größeren Aufschrei führte. Nun wollen sie wohl tatsächlich einen Dialog führen, man kann gespannt sein, wann sich nun die Pforten zum ehemaligen öffentlichen Verkehrsmittel wieder schließen. (W&V)
  • Was Unternehmen über Social Media denken, dass sie es noch nicht ernst genug nehmen und zu wenig Geld dafür ausgeben, weiß Meedia.
  • Zum Selberlesen gibt’s ein Interview mit Lukas Dopstadt zum Thema gefälschte Video-Klickzahlen auf YouTube (W&V)
  • Und zum Schluss noch ein guter Tipp der Kulturpessimisten der Zeit: Immer schön Obacht geben, sonst wird man in Social Media ausspioniert und der Ideen beraubt!

Die Woche in Social Media (KW 19/2011)

Auch diese Woche ist die Zeit wieder recht knapp, daher in aller Kürze die News:

Facebook hat laut Meedia über eine PR-Agentur versucht, negative Publicity gegen Google zu streuen, einerseits bei US-Medien, aber auch bei einem Blogger – der die Emailkorrespondenz postwendend veröffentlichte.

Aber das sind nicht die einzigen negativen Nachrichten Facebook betreffend: Die erneute Datenpanne (zählt noch jemand mit?), bei der laut W&V Werbekunden auf zahlreiche eigentlich private Daten und Bilder zugreifen konnten, kratzt am Image, wobei Facebook abwiegelt (Focus) – andererseits glich die Anmeldung bei Facebook für einen Namensvetter des Gründers einem Gang nach Canossa mit mehrfachem Vorlegen von Unterlagen (W&V). Und die FAZ warnt schon davor, dass Facebook eine richtige Bedrohung werde, sobald die Werbemaschinerie erst richtig anlaufe.

Und dann gibt Verbraucherschützerin Ilse Aigner auch noch keine Ruhe und fordert Facebook mal wieder auf, Datenlecks zu schließen, wie das Handelsblatt berichtet. Aber es gibt auch gute Facebook-Nachrichten: So gelangen laut einer Untersuchung immer mehr Leser über Facebook auf Nachrichtenseiten (W&V).

Nach der spektakulären Übernahme von Skype will Microsoft angeblich den Instant Messenger Dienst als Werbefläche vermarkten, berichtet der Spiegel.

Der Springer-Verlag will nun Blogger, die deren Publikationen zitieren, zur Kasse bitten, so geschehen bei Exciting Commerce, wobei die W&V Springer so zitiert, „dass es sich hierbei in einer Vielzahl von Fällen keineswegs ’nur‘ um Zitate im urheberrechtlichen Sinne, sondern um die Übernahme gesamter Texte oder längerer Textpassagen und schützenswerter Kernaussagen handelt.“ – Ich hoffe, dass ich für dieses Zitat nicht auch zahlen muss…

XING hat im ersten Quartal den Gewinn laut W&V verdoppelt. Um 200 Millionen Visits wiederum gingen die Visits der VZ-Netzwerke runter, berichtet Meedia.

Zum Selberlesen:

  • Die Social Media Policies (mit Video) von Tchibo bei Indiskretion Ehrensache.
  • GuttenPlag, VroniPlag und die Arbeitsweise der Plagiatsjäger bei Meedia.
  • Haul-Videos auf YouTube – und wie die Werbewelt diese für sich vereinnahmen will bei W&V.

Die Woche in Social Media (KW 17/2011)

So, nachdem ich letzte Woche einen neuen Job begonnen und noch dazu das Wochenende in Zürich verbracht habe, gibt es nun die News nur als Linksammlung – und das auch erst am Montag Abend. Ich hoffe auf Besserung diese Woche…

  • VZ-Besitzer Holtzbrink hat einen neuen Vorstand und erwägt einen Verkauf der Social Networks (FTD) – oder sollen die nur weiter in Nischen unterteilt werden? (WUV)
  • Bei Facebook werden alte Gruppen gelöscht, wandelt man diese in neue Gruppen um, verliert man die Mitglieder (Internetworld)
  • Social Media Trendmonitor: Jeder dritte empfindet Social Media als „Nervkram“ (Meedia/WUV)
  • Studie: Unternehmen investieren in Social Media (WUV)
  • Tomorrow Focus ist die neue Vermarkter-Nummer-Eins, fühlt sich aber von Facebook bedroht (Meedia)
  • Passend dazu: Bannerwerbung auf Facebook boomt (Internetworld)
  • Was Facebook, Twitter & Co wert sind (Manager Magazin)
  • Dazu: Facebook mit 100 Mrd. Dollar bewertet (WUV)
  • Anläßlich des bevorstehenden Börsenganges will Facebook zweifelnde Anleger überzeugen (SZ)
  • Google und Facebook wollen Skype (Internetworld)
  • Twitter soll das Twitter-App Tweetdeck gekauft haben (Internetworld)
  • Studie: Marken auf Facebook nur mäßig interessant (WUV)
  • Die Bees Awards um die besten Social Media Kampagnen wurden verliehen.
  • Der Social Media Payment Service Flattr will bekannter werden und ändert ein paar Regelungen (Internetworld)
  • Bin Ladens Nachbar twitterte – ohne es zu wissen – dessen Tod (WUV/Gutjahr’s Blog)
  • Merkels Sprecher wiederum twittert Obama als Osama. (Meedia)
  • Das Weddingbook bei Facebook verzeichnet 50.000 Einträge (Meedia)
  • Der iico Congress startet nächste Woche, bis zum 11. Mai gibt es noch Tickets unter www.iico.de