Die Wochen in Social Media (bis KW 37)

So, Sommerpause vorbei, weiter geht’s mit den diesmal etwas lückenhaften Neuigkeiten rund um das Thema Social Media.

Meedia berichtet, dass das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein nach rechtlichen und technischen Untersuchungen festgestellt hat, dass der Like-Button illegal ist und fordern daher die Betreiber von Websites auf, die Facebookseiten und die Like-Butons zu löschen – andernfalls drohe eine Strafe von bis zu 50.000 €.

Andererseits vielleicht ja auch egal – da laut mehreren Studien feststeht, dass die Nutzung von Facebook abnimmt. (Meedia)

Vielleicht ja auch deswegen, weil Facebook eine Priorisierung der Freundeslisten vornimmt und somit nur die Neuigkeiten angezeigt werden, von denen der Filter denkt, dass sie interessant für den Nutzer seien (W&V)

Dann lieber zum neuen Google+? Nicht so einfach, da Facebook scheinbar Einladungen filtert und auch Statusmeldungen mit dem bösen G-Wort verbrigt (Meedia)

Wobei man als Unternehmen eh noch keine Möglichkeit hat, eine Firmenseite auf Google+ zu erstellen. Zwar kann man das umgehen, jedoch wurden schon mehrfach entsprechende Seiten gelöscht (W&V, Eigenrecherche) Auch der Klarnamen-Zwang stößt nicht nur bei Bloggern (Netzpolitik.org) auf Kritik, auch Politiker fordern ein Recht auf Pseudonyme (SZ). Vielleicht sollte man diesen mal mitteilen, dass man als Politiker die Möglichkeit hat, sowas gesetzlich zu ändern?

Auch Frau Aigner  scheint sich ihrer Macht nicht bewusst zu sein, wenn sie die anderen Minister in einem Brief darum bittet, auf Facebook-Fanpages und die Einbindung des „Gefällt mir“-Buttons zu verzichten (Meedia). Andererseits weiss zumindest Facebook um die Macht der Politik und hat nun eine Lobbyistin nach Brüssel geschickt (SZ).

Andererseits hat ein Forscher nun heraus gefunden, warum sich Menschen auf Facebook & Co. komplett entblößen: „Es geht dabei weniger um rational bestimmte Kommunikationsabsicht, sondern um gefühlsmäßige Selbstversicherung“, so Berger laut Welt. Wobei bereits jede 4. Firma Social Networks sperrt (Meedia)

Aber der Wettstreit zwischen Google+ und Facebook bringt zumindest eins: Dass sich beide richtig Mühe geben. Laut W&V lernt Google+ von Facebook und wird noch sozialer. Facebook wiederum nimmt sich die Datenschutzregelungen des Mitbewerbers zum Vorbild und macht die eigenen (wie lange gefordert) einfacher und transparenter (Meedia). Auch bei Feiereinstellungen wurde nachgebessert, um ungewollte Facebook-Parties zu verhindern (Tagesspiegel). Auch der Nachrichtenstrom soll nun individuell eingestellt werden können (W&V).

Wobei der große Aufschwung von Google+ schon wieder vorbei zu sein scheint, da die Anzahl der Einträge rapide sinkt – laut dem Blog 89n.com sogar um alamierende 41% (Stern).

Facebook kauft jedoch noch die ein oder andere Firma, zuletzt u.a. App-Spezialisten Snaptu (W&V). Und laut Meedia soll noch im September der neue Facebook-Musikdienst starten. Andere Firmen wiederum hätte Zuckerberg besser kaufen sollen, wie zum Beispiel Wonderful Pistachios, die nun mit den Winckelvoss-Brüdern werben. Diese geben in dem Werbespot einen Seitenhieb auf den Facebook-Chef: „Good idea! – Think someone will steal it?“ (W&V)

Und wer keine Lust hat, sein Haustier bei Facebook oder Google+ anzumelden, kann dies nun bei einem eigenen Tier-Social-Network namens „My Social Petwork“ tun (Tagesspiegel).

Am 5. November ist übrigens Weltuntergang – zumindest für Facebook-Süchtige, denn die Hackergruppe Anonymous will zu diesem Stichtag das Social Network zerstören (FTD). Auch der Chaos Computer Club bekräftigt, dass Facebook die Surfer ausspähe (Focus).

Vielleicht wollen sie ja deswegen den Börsengang hinausziehen – oder liegt es doch am durch die Schuldenkriese unruhigen Finanzmarkt? (Morgenpost)

LinkedIn, weltweit zwar die Nummer 1 im Bereich Business-Network, aber in Deutschland noch abgeschlagen, eröffnet ein Büro in Deutschland, um diesen Zustand zu ändern. Die Zweigstelle in München wird zunächst mit 6 Mitarbeitern besetzt. (W&V)

Auch Twitter will es wissen und verstärkt nun die Werbeaktivität (W&V).

Zu den Studien, Artikeln und Leitfäden: Social Media ist bei der Kaufentscheidung bislang noch wenig ausschlaggebend (W3B Report bzw Kurzüberblick bei W&V). Der BVDM gibt den Leitfaden für Social Media Monitoring heraus. Ein spannender Artikel über Crowdsourcing im Autodesign beim Handelsblatt.

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