Die Woche in Social Media (KW 22/2011)

Twitter ist geknackt. Vor einem britischen Gericht wurde nun zum ersten Mal erstritten, dass die Nutzerdaten eines Accounts herausgegeben werden. Dabei ging es um ein Mitglied eines britischen Gemeinderates, der andere diffamiert hat (Meedia).

Gleichzeitig hat Twitter nun einen eigenen Fotodienst angekündigt. Bereits in wenigen Wochen soll der Twitpic-Konkurrent den Betrieb aufnehmen (Spiegel). Darüber hinaus wurde nun der Follow-Button angekündigt, der Pedant zum Like-Button (W&V) – oder dem ebenfalls angekündigten +1-Button von Google (W&V).

Nach einer seitens Hackern als einseitig eingestuften Berichterstattung über einen mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten wurde nun die Website eines amerikanischen Senders gehackt und die Zugangsdaten von Werbepartnern und Mitarbeitern ins Netz gestellt (Heise).

Neue Zahlen bei Facebook: 20 Millionen aktive Nutzer gibt es in Deutschland, aktiv bedeutet, mindestens einmal im Monat eingeloggt zu sein (Netzwertig). Gleichzeitig geht der Streit um den Kläger (nicht die Brüder, sondern der Holzhändler) weiter, Facebook bezeichnete es nun als Betrug, was da behauptet wird und die vorgelegten Beweise als gefälscht (Handelsblatt).

Auch wenn das ganz große Chaos ausfiel, ca. 1600 ungeladene Gäste kamen zur fälschlicherweise bei Facebook öffentlich gemachten Geburtstagsfeier einer Sechzehnjährigen. Nachdem sie den Haken nicht dort gesetzt hatte, wo man eine Veranstaltung nur für Freunde sichtbar macht, hatten sich 15.000 User angemeldet. Besagte 1600 machten dann ein zunächst friedliches Straßenfest, das allerdings irgendwann kippte und Randale und Sachbeschädigung nach sich zog (Welt).

Selberlesen kann man ein etwas kurzes Interview mit Pixelpark-Geschäftsführer Christoph Kappes darüber, dass Facebook-Marketing mitunter weniger bringt, als man denkt (W&V) und – wer dem Konzept „Geld zahlen für Inhalte“ nicht allzu negativ gegenübersteht – einen Artikel bei FTD über den chinesischen Facebook-Klon Tencent.

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