Die Woche in Social Media (KW 21/2011)

Britische Knebelverfügungen der Presse zum Schutze Prominenter nehmen gerade kafkaeske Züge an. So dürfen dort inzwischen nicht mal mehr die Namen von Prominenten, die einer Affaire verdächtigt werden, genannt werden. Nachdem aber gerade diese auf Twitter ausgeplaudert werden, hat nun ein britischer Anwalt mit Konsequenzen gedroht – für 30.000 Twitterer, wie Meedia berichtet.

Wer es noch nicht wußte, kann bei W&V schwarz auf weiß nachlesen, dass Facebook Shares, Likes und Links für einen besseren Pagerank bei Google sorgt. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass es hier eine Facebook-Socmed-Seite gibt? Und wer das noch nicht wusste, wusste wahrscheinlich auch noch nicht, dass Facebook ein Arbeitszeitkiller ist – was inzwischen aber auch durch eine Studie belegt ist (Meedia).

Forbes berichtet, dass Facebook einen Musikservice plant (auf deutsch nachzulesen u.a. beim Spiegel) und dafür mit dem Song-Streaming-Dienst Spotify kooperiert.

Das Ende der Netzneutralität, bei dem alle Daten aller Anbieter gleich schnell befördert werden, wird immer wieder diskutiert. Laut Focus wird Youtube von der Telekom bereits langsamer ausgeliefert.

Mark Zuckerberg würde laut Heise Facebook gerne für Kinder öffnen. Der Grund, warum dies übrigens noch nicht passiert ist, liegt darin, dass es laut US-Recht verboten ist, Daten von Kindern zu speichern. Wobei laut einer dort zitierten Studie bereits 55% der 12- bis 13-jährigen über einen Account verfügen. Vielleicht kein Wunder, dass Disney das Facebook-Ranking mit 50 Millionen Fans anführt (W&V)

Die Breaking News sind aber sicherlich, dass nun auch LinkedIn eine Sicherheitslücke vorweist, wie u.a. der Focus schreibt. Grund sind die lange Speicherung von Cookies.

Gleiche Quelle berichtet auch, dass Wikipedia Weltkulturerbe werden will. Aktivisten haben demnach am Montag eine Petition eingebracht. Allerdings gibt es einige Hürden zu nehmen, eine Aufnahme in die Liste ist nicht gerade einfach.

In  der losen Reihe „peinlichste Auftritte von Unternehmen in Social Media“ ist nun Daimler vertreten. So ist der Autobauer laut Golem nicht nur wegen „Majestätsbeleidigung“ gegen die Facebook-Gruppe „Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21“ vorgegangen, vielmehr wurden Angestellte, die den Like-Button gedrückt hatten, zur Personalabteilung gebeten. Der Focus berichtet über weitere „Mitmachaktionen“ – und die Risiken derselben.

Die wohl unangenehmsten Seiten der Social Media (nach schlechten Firmenauftritten) sind sicherlich Lästerseiten wie isharegossip. SAT1 ist nun beim Versuch, den Chef dieser Seite ausfindig zu machen und ihn zu interviewen, einem Trittbrettfahrer auf den Leim gegangen. Lustigerweise folgte laut Meedia aber die Strafe auf dem Fuße, denn auch die Polizei fiel darauf hinein und verhaftete den falschen Chef.

Zum Selberlesen gibt es diese Woche ein Interview mit den Winklevoss-Zwillingen, die dadurch bekannt wurden, dass sie Mark Zuckerberg wegen Ideenklau mehrfach verklagt haben, bei der Zeit sowie einen Artikel über den alten und neuen Twitter Chef Jack Dorsey bei Netzwertig.

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