Archive for 21. Mai. 2011

Die Woche in Social Media (KW 20/2011)

Und wieder besonders kurz: Der Wochenrückblick:

  • Um neue Talente in die Stadt zu bekommen, startet die Stadt Hamburg eine Social Media Kampagne (W&V)
  • Derweilen warnt der Chef der New York Times davor, dass Social Media uns verdumme, was eine Debatte auslöste (Meedia). Erinnert doch irgendwie an ein Buch, dass vor einiger Zeit die gleiche These vertrat, ich hatte es auch vorgestellt, wenn ich nur nicht so viel Social Media nutzen würde, würde mir bestimmt der Name einfallen…verdammt, sie haben recht!
  • Das internationale Business-Network LinkedIn ist an die Börde gegangen und hat mit 45 Dollar je Aktie den Maximalpreis verlangt. Somit wird der XING-Mitbewerber mit 4,3 Milliarden Dollar bewertet – und spielt damit in einer Liga mit Puma oder Fielmann (Handelsblatt). Nachdem die Aktie dann aber auf bis zu 90 Dollar ging, sprechen diverse Experten lt. Meedia bereits von der nächsten Dotcom-Blase.
  • Nach den peinlichen Nachrichten letzte Woche gab es nun scheinbar Geheimtreffen zwischen Facebook und Banken bzgl. des Börsenganges. (Meedia)
  • Lars Hinrichs, Unternehmer und Xing-Gründer sagt: «Facebook wird genauso groß wie Google» (NZZ). Ich sage: «Facebook wird größer!» (socmed.de)
  • Oder doch nicht? Laut FAZ stößt Facebook in einigen Ländern bereits an die Wachstumsgrenzen.
  • Andererseits werden bei Bing (jaja, das gibt es noch!) inzwischen auch Suchergebnisse aus Facebook angezeigt (heise)
  • Aber in der deutschen Top20 der sozialen Netzwerke ist Facebook klarer Platzhirsch (Meedia)
  • Zurück zu XING: Das wird nun umgebaut – böse Stimmen behaupten, nach Facebook-Vorbild.
  • Und da XING automatisch Unternehmensprofile erstellt: Dies muss laut einem Gericht nicht hingenommen werden (Heise).
  • Ein israelisches Paar nannte sein Kind jetzt tatsächlich Like. (W&V)
  • Pril hatte bekanntlich eine Social Media Kampagne gestartet, bei der User ein Flaschendesign entwerfen sollten und dann darüber abstimmen sollten, welches Design davon in den Handel kommen sollte. Womit Pril nicht gerechnet hat: Mit kreativen Usern. Einer davon hatte die “schmeckt lecker nach Hähnchen”-Gestaltung entworfen, die auch prompt auf den ersten Platz gewählt wurde. Nun hat sich Pril den Unmut der Webcommunity zugezogen, als es nachträglich die Bestimmungen geändert hat, um “anstößigem, ethisch oder moralisch nicht vertretbarem Inhalt” abzuwehren, so die offizielle Begründung vom Hersteller Henkel. (W&V)
  • Ob es die Bahn inzwischen gelernt hat, werden wir bald wissen, als sie vor einiger Zeit die “Cheftickets” bei Facebook angeboten hatten, entlud sich auf der Aktionsseite erst mal ein – gänzlich unbeantworteter – Shitstorm entäuschter Kunden – bis die Bahn die Seite einfach wieder schloss und somit die Posts löschte, was zu einem noch größeren Aufschrei führte. Nun wollen sie wohl tatsächlich einen Dialog führen, man kann gespannt sein, wann sich nun die Pforten zum ehemaligen öffentlichen Verkehrsmittel wieder schließen. (W&V)
  • Was Unternehmen über Social Media denken, dass sie es noch nicht ernst genug nehmen und zu wenig Geld dafür ausgeben, weiß Meedia.
  • Zum Selberlesen gibt’s ein Interview mit Lukas Dopstadt zum Thema gefälschte Video-Klickzahlen auf YouTube (W&V)
  • Und zum Schluss noch ein guter Tipp der Kulturpessimisten der Zeit: Immer schön Obacht geben, sonst wird man in Social Media ausspioniert und der Ideen beraubt!
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