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Die Woche in Social Media (KW 5/2011) | SocMed.de – Social Media Blog

Die Woche in Social Media (KW 5/2011)

Das ist natürlich bitter: Sollten Sie diesen Blog bereits mehrfach gelesen haben, sei Ihnen gesagt: Das war vertane Zeit! Glauben Sie bloß nicht, was Sie hier allwöchentlich lesen! Das hat nichts mit der Wahrheit zu tun, zumindest, wenn man der Publikation „Schau genau hin! Nachrichtenwege erkennen und bewerten“, die nun Schülern in Bayern vorgelegt wird, Glauben schenken mag. Aber muss man ja, denn dort (bzw. in den Lehrerunterlagen) heißt es, dass bei Blogs „die Informationen ungeprüft ins Netz gestellt“ werden und ein Blog „etwas Ähnliches wie ein persönliches Tagebuch im Internet“ sei. Originellerweise ist dies eine Zusammenarbeit der Bayerische Staatskanzlei mit dem Verband Bayerischer Zeitungsverleger, die die Broschüre herausbringen. In den USA nennt man sowas meines Wissens Lobbyarbeit… Es gibt viele Artikel zu dem Thema im Internet, damit Sie mal den direkten Vergleich haben, hier der Artikel des Spiegel und dazu der Artikel Tagebucheintrag von Stefan Niggemeier.

Bei Facebook gibt es derzeit wieder viele Baustellen: Zum einen wird der Nachrichtendienst Messages nun mit Verzögerung freigeschaltet, wie Meedia berichtet allerdings mit ein paar Kinderkrankheiten. Gleichzeitig will Facebook nun anderen Websites seine Kommentarfunktion anbieten, wie in der Zeit zu lesen ist. Somit kann man auf diesen Seiten ohne speziellen Login Kommentare verfassen – und bei Facebook bündelt sich die gesamte Kommunikation. Ein interessanter Ansatz, bei dem Datenschützer mal wieder – zu Recht – die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden – zumal bei Facebook-Places ja nun gerade mit Rabatten und Treueangeboten geworben werden kann (Vlg. Golem). Gilt es doch heute schon als Empfehlung, nicht alles auf einen Anbieter zu focussieren.

Tja, manchmal habe ich das Gefühl, eher über eine Soap zu schreiben, da es mitunter lauter Fortsetzungsgeschichten gibt. Zum Beispiel die Börsengänge der nächsten Monate. Bei Meedia werden nun LinkedIn und XING verglichen, also der Goliath aus den USA vs. dem Hambuger David, der trotz geringerer Mitgliederzahlen und einem Drittel Umsatz einen höheren Gewinn ausweisen kann – aber an den Börsen bislang eher niedrig gehandelt wird. Nunja, solange die Aktie nicht im Swiss Money Report gelistet ist…

Eine andere Soap: Die gekauften Links auf Blogs: Google prüft nun nach Berichten u.a. von Meedia Maßnahmen, da dies als Verstoß gegen die Richtlinien gewertet werde. Spannende Frage: Ob die beteiligten Unternehmen da vielleicht mit einer „Geldstrafe“ herauskommen (um mal mein Horrorszenario aufzuzeichnen) oder tatsächlich deren Google-PageRank heruntergestuft wird bleibt abzuwarten.

Auch bei My_, formerly known as Myspace, geht die Geschichte weiter, laut Internetworld soll bis Juni eine Entscheidung über Verkauf, Einstieg eines neuen Investors oder Restrukturierung fallen. Scheinbar hat auch der letzte Rettungsanker namens Relaunch nichts gebracht, kein Wunder, hörte man doch mehr Beschwerden als Zustimmung…

Über den aktuellen Stand in Ägypten möchte ich hier nicht berichten, zu viel passiert dort. Aber: Es gibt wieder Internet (vlg. Heise).  Wer wissen will, wie so ein komplettes Abschalten funtioniert: Die FAZ erklärt es. Wer wiederum wissen will, wie Entwickler auf Facebook gegen das tunesische Regime, das systematisch Passwörter ausspionierte und Inhalte manipulierte, vorging, liest den Artikel von Sascha Lobo. (Kleine Frage an die Bayerische Staatskanzlei: Ein Artikel eines Bloggers beim Spiegel – zählt das noch als Tagebucheintrag oder ist das schon Journalismus?)

Wer neugierig auf das neue Portal Qura.com ist: Im Blog ITler.net steht, wie man sich ohne Einladung direkt anmelden kann. (Danke an Alex für den Hinweis!)

Politiker sind weit weniger Social Media affin, als man sich wünschen würde. Laut einer Studie der Technischen Universität Ilmenau ist die direkte Ansprache der Abgeorneten an ihre Wähler eher die Ausnahme. Die Abgeordneten von 3 Landtagen (Schnitt: 8% Mitglied bei Facebook) und des Bundestages (immerhin 23%) wurden dabei untersucht. Wobei eine Seite dort zu haben noch nicht heißt, dass man diese auch zur Kommunikation nutzt: 36% der Seiten wurden in den letzten 250 Tagen nicht aktualisiert, 11% gar nie benutzt. Und nur 22% reagieren auf Beiträge von Besuchern.

So, zum Abschluss noch mal der Hinweis auf die neue Seite auf Facebook, bei der ich mich über neue „Fans“ freue.

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