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Die Woche in Social Media (KW 2/2011) | SocMed.de – Social Media Blog

Die Woche in Social Media (KW 2/2011)

Die Woche war überdeckt von dem Attentat in Amerika und der daraus resultierenden Diskussion, ob die besonders aus dem rechten Spektrum geführte Schlammschlacht nicht dazu geführt haben könne, dass auf die Politikerin geschossen wurde, gerade auch, weil auf konservativen Seiten ihr Wahlbezirk mit einem Fadenkreuz versehen wurde.  Währenddessen in Bayern: Die CSU veröffentlicht auf Youtube ein Video, in dem über die Grünen in übelster Strauss-Marnier hergezogen wird und diese als radikale Steinewerfer bezeichnet werden. Wie auch schon ein Vorgängerpropagandavideo über die politischen Aschermittwoche wurde dies von einer deutlichen Mehrheit der User (3805 gegen 532 Fans) abgelehnt. Von Meedia wird CSU-Generalsekretär Dobrindt mit den Worten zitiert „Im Internet muss man die Sau rauslassen!“ – gleichzeitig wurde aber die Kommentarfunktion deaktiviert – scheinbar darf dann doch nicht jeder selbiges tun. Durch die mediale Ausschlachtung des primitiven Videos verzeichnet selbiges jedenfalls bereits über 90.000 Views (im Vergleich zu 3500 für den Aschermittwoch – bei 285 Ablehnungen gegen 15 Damen nach oben) – ob diese aber zu einer positiven Beeinflussung führen wird, wage ich zu bezweifeln, äußern sich doch sogar CSU-Anhänger beschämt über dieses unterirdische Niveau.

Dass nach dem Iran nun auch Tunesiens Bevölkerung ihren Protest gegen die Regierung vielfach per Social Media kundtut, ist wohl bekannt. Laut einem Artikel der Golem ist die Regierung dabei aber stärker als bislang bekannt dagegen vorgegangen. Die staatliche Internetbehörde Tunesiens zensiert u.a. auf Facebook und Twitter massiv Einfluß nahm, aber auch in Blogs ganze Artikel strich.

So, nun der allwöchentliche Facebook-Block. Wie Meedia berichtet, ist Deutschland noch Facebook-Entwicklungsland.  Nach einer Studie von Social Baker seien zwar über 14 der mittlerweile fast 600 Millionen User aus Deutschland, die sei aber im Verhältnis zur Einwohnerzahl noch so wenig, dass Deutschland damit nur den 35. Platz im europäischen Ranking verzeichne.

Währenddessen geht der Streit um die Millionen weiter, nachdem die miterfindenden Brüder Winklevoss sich zwar mit Facebook geeinigt hatten, nun aber nach der Neubewertung wiederum mehr Geld haben möchten. 65 Millionen $ scheinen heutzutage schnell verbraucht zu sein.

So manchen wurmt es, bei Facebok zu sein – zumindest berichtet dies die WiWo.de: So gibt es mal wieder einen Wurm, der leichtgläibigen Usern von Statusmeldungen „falscher Freunde“ untergejubelt wird. Daher: Obacht geben, länger leben (fränkische Volksweisheit)…

So, nun zum ehemaligen größten Netzwerk der Welt: genau, my__, formerly known as MySpace. Diesem geht nicht nur der Name aus, auch die Mitglieder kündigen reihenweise oder lassen ihre Accounts brach liegen. Deswegen (?) schrumpft sich MySpace nun weiter krank und entlässt weltweit die Hälfte ihrer Mitarbeiter, einschließlich aller 500 deutschen Angestellten. (Nachzulesen u.a. in der Internetworld) Aber es gibt auch erste Gerüchte, dass Yahoo an der Übernahme interessiert sei. Ob es aber dem kranken Patienten neues Leben einhauchen können wird, wage ich zu bezweifeln, nachdem der letzte Relaunch nach eigenen Recherchen eine Art Todesstoß gewesen zu sein scheint.

Twitter muss nun  Wikileaks-Daten an die US-Gerichet übergeben, wie u.a. die Golem berichtet. Dies kam vor allem dadurch ans Tageslicht, dass Twitter dagegen geklagt hatte, dies nicht veröffentlichen zu dürfen – und gewann. So können die Betroffenen nun Rechtsmittel dagegen einlegen.

Aber mit Twitter kann man nicht nur Geheimnisse ausplaudern, auch eine Kaffeemaschine kann man nun damit steuern, wenn man sich ein bisschen Bastelarbeit macht. Eine lustige Idee, näher beschrieben ebenfalls auf Golem.

Der BVDW vergibt wieder Stipendien für den berufsbegleitende Studiengang „Fachwirt Social Media“ an der DDA (Die Dialog Akademie) in München, Stuttgart und Köln. Die Stipendien bestehen in der Übernahme der Studiengebühren für den 8-monatigen Kurs durch den BVDW; Reise- und Materialkosten o.ä. tragen die Stipendiaten selbst bzw. deren Arbeitgeber. Weitere Informationen auf der Seite des BVDW.

Zum Abschluss gibt es noch ein paar lesenswerte Artikel. Über die Angst des Managements vor Social Media schreibt der Harvard Business Manager. Über die journalistische Arbeit zu Zeiten der Social Media der Focus. Die aktuelle Ausgabe des Spiegel enthält eine – im Netz nur gegen Gebühr erhältliche Titelstory zum „Milliardengeschäft mit den Kundendaten“ (lustigstes Zitat daraus: „Gefällt mir“-Schaltknopf“). Die Kollegen von Was Mit Medien haben ihn gelesen – und heftig kritisiert. Viel Spaß bei der Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht

Fabian Stenzel

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