Die Woche in Social Media (KW 33)
So, diesmal mal überpünktlich: der Wochenüberblick. Ich hoffe, ich kann das in Zukunft immer Freitag Nachmittag online stellen.
Wie der Spiegel berichtet, gibt es nun den Streisand-Effekt auch bei Google Street-View. Wir erinnern uns: Ein Künstler hatte ca. 12.000 Fotos von der Küste Kaliforniens ins Internet gestellt, Frau Streisand wollte, dass das Foto, auf dem ihr Haus drauf ist, gelöscht wurde, weswegen dieses Bild erst bekannt wurde (und die Verbindung zwischen dem Haus und ihr in der Öffentlichkeit erst hergestellt wurde). Nun möchte Fotograf Jens Best alle (!) Häuser, die in Street-View verpixelt werden, neu abfotografieren und so noch mal ins Netz stellen. Dass die Panikmache bzgl. Streetview schon ein wenig zu weit geht, finde ich ja auch, aber deswegen den Menschen ihr Recht auf Privatsphäre zu nehmen, ist auch nicht der richtige Weg!
Apropos: Google hat jetzt auf ihrem Blog bekannt gegeben, dass die Einspruchsfrist, wie von der Verbraucherschutzministerin gefordert, von 4 auf 8 Wochen verlängert wird. Außerdem hat sich Google mit dem zuständigen Hamburger Datenschutzbeauftragten zu weiteren Vereinbarungen durchgerungen. Was ich bei der ganzen Sache ja nach wie vor nicht verstehe: Da stellt sich Frau Aigner ständig ins Rampenlicht und wettert gegen Google und fordert und fordert. Warum? Die Dame ist Politikerin, ihre Aufgabe ist es eigentlich, per Gesetzesentwurf dafür zu sorgen, statt zu zetern. Sonst kann ja nächste Woche das nächste Unternehmen das Gleiche wieder machen. So aber wirkt Aigner immer 2 Schritte hinterher und scheint ihren Job nicht wirklich ernst zu nehmen. Sie klingt eher wie eine Verbraucherschutzzentrale, die zwar aufklärt und bemängelt, aber nichts dagegen tun kann. (Wobei ich dazu sagen muss, dass ich mich ja schon auf Street-View freue.)
Wie nicht anders zu erwarten launcht Platzhirsch Facebook nun eine Geolocation-Applikation. Damit tritt das Netzwerk in direkte Konkurrenz zu Foursquare, bzw. vereint es mal wieder einen fremden und den eigenen Dienst. Natürlich geschäftlich eine tolle Sache, einfach anderen die Idee zu stehlen und auf dem eigenen Portal zu integrieren. Der Dienst ist übrigens momentan nur in den USA geschaltet, lt. Internetworld kommen die anderen Länder erst später dazu.
Verloren hat dagegen die Stadt Duisburg (bzw. deren Oberbürgermeister) den Kampf um die Netzhoheit. Wie Meedia berichtet, wird nicht weiter gegen Blogs und andere Websites vorgegangen, die den 300seitigen Bericht komplett veröffentlicht haben, in dem genauer die Verantwortlichkeiten der Stadt bzgl. der Loveparade dargestellt werden. Allerdings wird die einstweilige Verfügung gegen Xtranews nicht aufgehoben. Späte Rache?
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