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SocMed.de – Social Media Blog

Facebook, die Börse und die Nutzer

Was gab es über Monate für ein Trara, seitdem bekannt wurde, dass Facebook an die Börse wollte. Gerechnet wurde, gerätselt, orakelt – und man hat das Gefühl, dass ebendies so weiter geht. So wird zuerst von einer ernüchternden Bilanz des ersten Börsentags gesprochen (Handelsblatt), der erst noch mit der Panne der Nasdaq in Verbindung gebracht wurde (Handelsblatt). Heute jedoch wissen wir: Es hätte bereits am ersten Tag, an dem noch von Stützkäufen die Rede war, noch schlimmer kommen können, die Aktie fiel am heutigen 2. Börsentag innerhalb einer Stunde von 38 auf 33 $ – ein sattes Minus von 13% (u.a. Welt). Noch dazu bedroht eine Milliardenklage das Social Network (u.a. Zeit): Mehrere Nutzer haben eine Sammelklage wegen Verletzung der Privatsphäre eingereicht.

Natürlich ist es schwierig, eine Bewertung abzugeben. Einerseits ist Facebook, was die Werbung angeht, noch lange nicht da, wo es sein könnte, zu unaufgeregt und unscheinbar kommt die Werbung in der rechten Spalte daher. Mobil kommt diese noch gar nicht – ein Geschäftsfeld das nach neuen Prognosen (W&V) stetig steigt und bei Facebook bereits in der Pipeline ist (u.a. HAZ). Allerdings ist bei aktuellem Jahresgewinn von 1 Mrd. $ ein Wert von 100 Mrd. $ tatsächlich etwas übertrieben, selbst bei einem Sparbuch bekommt man meist eine höhere Rendite. Stellen sich 3 Fragen:

  1. Wie sehr wird der Gewinn von Facebook, auch bei gleichbleibendem Nutzerverhalten, steigen?
  2. Wird Facebook weiter wachsen, oder ist der Zenith überschritten?
  3. Was ist, wenn?

1. Geht man davon aus, dass immer mehr mobil auf Facebook zugegriffen wird (aber dafür auch immer wenig im Internet),  sehe ich nicht, dass sich der Gewinn durch Steigerung der mobilen Werbungmehr als vereineinhalbfachen sollte. Wichtiger wird wohl die weitere Ausdehnung Facebooks.

2. In vielen Ländern ist es kaum vorstellbar, dass der Boom weitergeht. Man berichtet von Facebook Müdigkeit, von zahlreichen Austritten, von schreitender Langeweile. Trotzdem kann man ja mal ein einfaches Rechenspiel machen. Nehmen wir Nordamerika, wo mittlerweile 50% der Bevölkerung bei Facebook gemeldet sind, was meines Erachtens kaum noch zu toppen ist. Die weltweite Marktdurchdringung liegt bei knapp 12 %, also etwa einem Viertel. Wenn wir nun ganz einfach rechnen, kann man also davon ausgehen, dass sich die Mitgliederzahlen noch vervierfachen werden, was sehr optimistisch gerechnet, eine Vervierfachung des Gewinnes bedeuten könnte. Sehr optimistisch, da beispielsweise in Ländern Afrikas, wo die Quote gerade noch sehr gering ist, sicherlich weniger Gewinn pro Mitglied gemacht werden kann wie in den bereits sehr aktiven Industriestaaten Europas und Nordamerikas.

Nimmt man aber mal Punkt 1 und 2 zusammen, könnte man von einer maximalen Versechsfachung des Gewinnes ausgehen, sprich: Maximal 6 Mrd. $. Gewinn. (4 * 1,5 * 1 Mrd. $ = 6 Mrd $)

3. Es gibt allerdings noch unangesprochene Themen, die die Entwicklung Facebooks deutlich beeinflussen können:

  • Eine Entwicklung wie sie MySpace vorgemacht hat, ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Zwar macht Zuckerberg derzeit alles richtig, wenn es um das Kopieren und Integrieren erfolgreicher anderer Ideen wie den geolocation Diensten geht, ob das aber immer so bleiben wird, kann wohl keiner prognostizieren.
  • Was ist mit Diaspora, dem offenen sozialen Netzwerk? Sollte dies eines Tages starten, könnte es, ausgehend von einer eher alternativen Ecke, zu einer echten Bedrohung werden. Auch von anderer Seite kann man sich Konkurrenz vorstellen, auch wenn Google+ erst mal gezeigt hat, dass dies nicht so einfach ist, wie gedacht.
  • Technische Entwicklungen der Zukunft sind natürlich auch denkbar. Warum Facebook haben, wenn man eines Tages direkt über das Handy Bescheid bekommt, wenn jemand seine Gedanken, Fotos oder Videos austauschen will. Als Login dient die Telefonnummer, Bescheid bekommt man über die Handynummern, die man im Smartphone gespeichert hat. Wäre denkbar, einfach und ohne Umweg Internet. Dies, um nur mal eine Möglichkeit darzustellen, was in der näheren Zukunft möglich sein könnte.
  • Apple ist ja auch immer für eine Überraschung gut…
  • Die bestehenden oder andere Klagen könnten Erfolg haben und gleich mal den Gewinn mehrerer Jahre kosten.

Zusammenfassend lautet meine Einschätzung daher: Facebook könnte bis zu 8 % (sehr optimistisch gerechnet) Dividende bringen, dies allerdings erst in ein paar Jahren und auch nur, wenn nicht diverse Klagen zu hohen Kosten führen und kein Konkurrent aus dem Marktführer ein zweites MySpace oder Yahoo macht.

So, nun habe auch ich genug orakelt bzw. analysiert und dabei hoffentlich, wie es sich für ein gutes Orakel gehört, alles offen gelassen…

 

Und noch ein rechtlicher Hinweis: Dies soll keine Empfehlung für oder gegen den Kauf der Facebook Aktien sein, vielmehr eine private Abschätzung desselben.

Berlin Web Week, re:publica, NEXT und iico

Die re:publica geht zu Ende und von Spiegel Online bis zu den üblichen Verdächtigen wie Meedia wird eifrig darüber berichtet, vor allem der Aspekt der „Erwachsenwerdung“ oder der Vereinnahmung der Bloggerkonferenz durch den Mainstream scheint hier von Interesse zu sein – zumal Spiegel Online erstmals als Partner in Erscheinung getreten ist. Gleichzeitig berichtet das Magazin aber von den Welten, die hier aufeinander treffen, wenn beispielsweise Blogger bei der Eröffnungsrede eines Staatssekretärs Bullshitbingo spielen.

Ein bisschen Trash gibt’s auch zu bewundern, der silberne Sellerie für das schlechteste Webvideo wurde vergeben, bei W&V sieht man neben dem Gewinner noch 2 weitere Anwärter.

Als nächstes wird am 8. und 9.5. die in Englisch gehaltene NEXT Berlin ausgetragen, von 23. bis 25. Mai kommt dann der iico (Infopark Internet Congress), der weniger die Blogger als vielmehr die Entscheider ansprechen will. Von dort werde ich berichten, ich bin schon sehr gespannt.

Die Wulff-Highlights auf Twitter

Wie schon bei Guttenberg, gibt es auch anlässlich des überfälligen Wulff-Rücktritts einige sehr lustige Tweets. Hier die meiner Meinung nach besten:

    • Nach dem Rücktritt von Christian #Wulff tanzen die Menschen hier in #Mainz verkleidet durch die Strassen. (@netzfeuilleton)
    • der guttenberg-logik zufolge müsste #wulff bald als anti-korruptions berater bei der eu unterkommen. (@pokpok313)
    • Wenn man selber kündigt, gibts aber KEIN #Hartz4!! (@PLANETSAFER)
    • Nachdem sich #Wulff nun wochenlang zum Clown gemacht hat, hätte er nun auch noch bis Rosenmontag warten können. (@PatOt_MacUx)
    • Würd mich nicht wundern wenn Skibbe #Wulff ersetzt. Der macht doch alles was an die Wand gefahren ist. (@KielerKerl)
    • Nach dem Rücktritt von #Wulff sollten, der Fairness halber, jetzt aber auch die Medien zurücktreten. (@ThorstenKretzer)
    • #Wulff tritt zurück und tritt nach: jetzt ist Seehofer erster Mann im Staat. Was für eine fiese Racheaktion (@ManonPriebe)
    • So liebe Medien jetzt is gut, es hat jeder mitbekommen. Ich will erst wieder was von #Wulff hören, wenn das Strafmass feststeht. (@Politikopfer)
    • Wieviel Büttenrednern #Wulff wohl das Wochenende versaut hat? (@sschibat)
    • Die CDU bringt Stoiber ins Spiel…. #Wulff komm zurück!!! (@Pereos)
    • #Wulff hinterlaesst eine Luecke, die ihn vollkommen ersetzt. (@HViator)
    • Wen ekeln wir eigentlich als nächstes aus dem Amt? #Wulff (@Bildrauschen)
    • #Wulff hat den Rücktritt doch nur so lange hinausgezögert, bis #Lanz bei „Wetten, dass“ unterschreibt und damit nicht zur Verfügung steht. (@Tharon_Pirat)
    • #Wulff ist heute deutlich mehr in den Medien präsent, als während seiner ganzen Amtszeit zusammen. (@fhemberger)
    • Wir brauchen keinen #Wulff-Nachfolger – sondern einen vertrauenswürdigen Bundespräsidenten (@diddiistonline)
    • Ist ja eigentlich schon schade, dass mit dem Rücktritt! So viel Spaß wie mit #Wulff hatten wir bisher mit keinem Bundespräsidenten! :) ( @fxdx)
    • +++ EILT +++ Piraten prüfen gerade intensiv, ob sie Mitglieder über 40 haben. #Wulff (@SebJabbusch)
    • Kann nicht jetzt Merkel auch noch aus der weißen Tür rauskommen und das selbe nochmal als Bundeskanzlerin sagen? #wulff (@mitglied92)
    • Merkel so über #Wulff (sinngemäß): Er war im Rahmen seiner Möglichkeiten stets bemüht. (@sixtus)
    • „Ich war immer aufrichtig… äh, auf richtig gute Schnäppchen aus“. #wulff (@astefanowitsch)
    • Der #Wulff, das Lamm, HURTZ! (@SuddenGrey)
    • #wulff-Bingo: Unschuldsvermutung Fragen privat Freunde Aufklärung lückenlos Rechtsstaat Respekt „nichts vorzuwerfen“ Würde „meine Frau & ich“ (@martinhaase)
    • Auch schlimm: dieses völlig abgewetzte Rücktrittspult da im Schloss Bellevue. (@bov)
    • der männerverschleiß von #merkel ist höher als der frauenverschleiß von #schröder und #fischer zusammen (@philipp_5110)
    • Die Leute die den Bundespräsidenten jetzt noch verteidigen, nennen Guttenberg auch noch Doktor. (@NargilemPoker)

Die Wochen in Social Media (KW 44 – Ende 2012)

Tja, so ist das, wenn man sich selbständig macht: Vor lauter Arbeit kommt man nicht mehr zu den ebenso wichtigen Dingen wie Bloggen. Deswegen lag nun schon länger die unten angefügte News in den Entwürfen und wurde nicht zuende geschrieben.

Daher habe ich nun beschlossen, dieses Jahr nicht mehr zu bloggen, sondern meine Agentur, das Atelier Stenzel, auf den Weg zu bringen und dann im neuen Jahr (hoffentlich) wieder richtig zu starten mit wöchentlichen, regelmäßigen News.

Ihnen allen frohe Feiertage und auf ein Wiedersehen in 2012. Und hier die „letzten“ News des Jahres:

 

Erinnern Sie sich noch an Social Bookmarks? Zu Zeiten, als man Links noch nicht auf Facebook austauschte, dienten diese zur Empfehlung interessanter Websites und eines der größten Portale war Mister Wong. Dieses steht nun zum Verkauf, man hört von sechsstelligen Beträgen (Firmenblog).

Google+ gibt nun auch die Möglichkeit, Unternehmensseiten zu posten (Firmenblog/Meedia), wofür die Muppets werben (W&V). Während u.A. Klaus Eck dringend dazu rät, als Unternehmen allein schon wegen der Auffindbarkeit bei Google eine solche zu starten (natürlich nicht ohne Konzept / W&V) ist Indiskretion Ehrensache skeptischer, allein schon, da es dort keine Pinnwand gibt, wo Kunden einerseits Anfragen drauf schreiben können, andererseits ihre Verbundenheit mit Marke oder Produkt kundtun können, wie die vielen Fotos zufriedener Starbuckskunden auf deren Facebookseite zeigen.

Wer eine solche Unternehmensseite auf Facebook unterhält, ist impressumspflichtig. Dafür bietet Yourfans.de nun eine kostenlose App an, mit der man leicht ein solches Impressum erstellen kann (W&V).

 

Andererseits gibt es bereits erste Kritiker, die sagen, dass auch Google+ dem Untergang geweiht sei, da es zu spät Firmenseiten und Pseudonyme zugelassen hat (Meedia)

Die Aktion Facebook von Anonymous sollte das Portal „zerstören“. Wie sich nun heraus stellte, war dies aber die Einzelaktion eines „verwirrten Sonderlings“. Die Hacker-Gruppe veröffentlichte nun Namen und Wohnort des Initiators und distanzierte sich von der Aktion, da sie gerne auf Facebook kommunizierten (Golem).

Dabei wird Facebook immer mehr von Datenschützern weltweit kritisiert und von Gesetzentwürfen gefährdet (SZ). Zumal Hamburger Datenschützer die Angaben des Unternehmens bzgl. des Einsatzes von Cookies in Frage stellen und ein Tracking dahinter vermuten (SZ). Andere wiederum fordern, dass nicht gegen die vorgegangen werde, die den Facebook-Button in ihre Homepages einbetten, sondern gegen Facebook selber (Die Zeit). Auch das neue europäische Rechenzentrum wird kritisiert, da es auf schwedischem Boden geplant ist, wo nach einem Anti-Terror-Gesetz einer Behörde des Verteidigungsministeriums gestattet ist, den internationalen Internetverkehr ohne gerichtliche Anordnung anzuzapfen (SZ).

Auch der Student, der kürzlich von Facebook nach mehrmaliger Fachfrage alle Daten bekam, die das Unternehmen über ihn gesammelt hat (über 1000 Seiten) ist sicherlich nicht sehr begeistert. Die TAZ hat nun ein Youtube-Video dazu gemacht, was alles über ihn gespeichert ist.

Die Wochen in Social Media (KW 40/43)

So ist das, wenn man sich selbständig macht, die Zeit reicht hinten und vorne nicht und ein Blog ist auf einmal immer schwerer zu füllen, ich hoffe, dies wird verziehen.

Dass Social Media Marketing mitunter zu erfolgreich sein kann, beweist der völlig überfüllte und zerstörte Laden, der zu einem speziellen Verkauf geladen hatte, mit dem Ansturm an Leuten aber völlig überfordert war, alle hinein ließ und sich dann wunderte, dass die, die drinnen waren, nur noch raus wollten und die die noch draußen waren, rein wollten, sodass die Polizei die Situation entschärfen musste. (W&V)

Spannend wird aber die Frage, was aus dem Like-Button wird: Erst hieß es, dass sich der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte und Facebook annäherten (Meedia), dann, das dies ein Missverständnis sei und es doch keinen Sonderweg für das Bundesland gebe (Meedia, W&V). Gleichzeitig kritisiert Facebook-Manager Elliot Schrage im Spiegel das deutsche Datenschutzsystem, ein anderer Vertreter war nun gemeinsam mit einem Google-Vertreter zu einer Anhörung im Bundestag geladen (Spiegel) – nach einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags gibt es tatsächlich einige offene Rechtsfragen beim Facebook-Button (Heise)

Dabei nimmt facebook immer noch zu, laut dem Comscore-Ranking (via Meedia) hatte das Netzwerk im September 37,641 Mio. Unique Visitors. Eine eigenen iPad-App gibt es nun auch (Meedia). Und ca. 600.000 nicht legitime Loginversuche werden von Facebook blockiert – und das täglich – weswegen nun neue Sicherheitsfunktionen installiert werden sollen (Spiegel).

Auch bei Google+ gibt es Neuigkeiten, zum Beispiel, dass endlich der Klarnamenzwang abgeschafft wurde (SZ).

Der Geschlechterunterschied zwishen Google+ und Facebook: Bei zweitem ist das Verhältnis Männer : Frauen 53:47, bei Google+ 58:42 (W&V).

Und die anderen? Die VZ Netzwerke sterben so langsam aus und verlieren 20% (Meedia, W&V bzw. für StudiVZ die FAZ), Wer-kennt-wen versucht dem Untergang entgegenzutreten, indem es Vereinen spezielle Plattformen bietet (W&V) und das Businessportal LinkedIn versucht weiterhin, dem deutschen Pendant XING die zahlende Kundschaft abspenstig zu machen (W&V). Auf Youtube sollen nun neue Kanäle mit professionell produzierten Inhalten installiert werden (Heise/YouTube-Blog).

Sonst? Kriesenmanager fürchten naturgemäß den Social Media Effekt (W&V) – was die Sparda-Bank soeben erlebt, hat diese doch das Foto eines Schalke-Fans (ausgerechnet) zu einem Dortmund-Fan umgearbeitet, dabei jedoch das ein oder andere Detail vergessen. Keine gute Werbung (W&V). Nicht bekannt ist, ob der abgebildete Fan Anzeige wegen Rufschädigung gestellt hat…

Zum Selberlesen ein Artikel über MTV und den für ein in der Jugend ansässigem Unternehmen selbständigen Umgang mit Social Media sowie ein Interview in der W&V mit Agenturmitarbeiter Michael Klinkers und dem Kernsatz „Im echten Leben würde sich niemand zu einer Gruppe stellen und einfach drauf los sprechen“.

Die Wochen in Social Media (KW 38/39)

Ob MySpace tot ist oder nicht, wird alle halbe Jahr neu verhandelt. Ungefähr ebenso oft wird auch eine Neuausrichtung ausgerufen, diesmal soll der ehemalige Marktführer (wieder) in Richtung Musik gehen und da das werden, was im Businessbereich LinkedIn ist, so Steffen Hopf vom zuständigen Online-Vermarkter Specific Media bei W&V.

Auch die VZ-Netzwerke kämpfen ums Überleben, und das mit einem Relaunch (W&V). Ob das gegen den drohenden Untergang helfen wird, fragt sich sowohl die Gründerszene als auch die TAZ.

Bei Twitter wurde nun zu einer Wall-Street-Demonstration von Kapitalismuskritikern und den Netzaktivisten Anonymous aufgerufen, zu der Tausende kamen (Meedia).

XING wiederum bietet nun neue mobile Werbeformen an, mit Sixt und HRS sind schon 2 große Partner gefunden (W&V)

Google+ erreicht nach einer neuen Studie bereits 1,5% der deutschen Internetuser, zum Vergleich: Facebook überschreitet erstmals die 50%-Hürde. (Meedia)

Diese warten nun mit einer Reihe Veränderungen auf: Größte Neuerung dürfte dabei die Timeline sein, die das Leben der User noch transparenter darstellt und das auf einer Zeitachse. (Firmenblog, Netzwertig, Zeit). Auch Shopping und Multimedia ist nun Thema: Wie W&V berichtet, gehört ein Musikstream in Zusammenarbeit mit Spotify und Rhapsody sowie ein TV-Stram zum neuen Angbot. Laut Focus werden demnächst neue Buttons eingeführt, und zwar ein „Will ich haben“, „Gelesen“, „Gehört“ und „Gesehen“. Natürlich gibt es wie üblich auch da wieder Kritik seitens der Datenschützer (Focus) – und wieder klingt diese, als hätten Datenschutzbeauftragte weder Macht noch Möglichkeiten zur Kontrolle.

Außerdem verschenkt der Markführer gerade Anzeigen in den USA, um dem Mittelstand den Mund wässrig zu machen (W&V).

Die Änderungen der Woche auf Google+: Der Videochat funktioniert nun auch auf Smartphones, damit können nun auch Videos aufgezeichnet werden, man kann gemeinsam an Dokumenten arbeiten und die Suchfunktion wurde weiterentwickelt (Meedia, Googleblog). Die wichtigste Neuerung aber: Google+ ist jetzt auch ohne Einladung offen, nun kann man sich einfach so anmelden. (BasicThinking)

Zu den Wirtschaftsnews: Facebook schafft einer Studie zufolge 182.000 neue Jobs (Meedia), Gründer Mark Zuckerberg ist reicher als die Google-Gründer (W&V)

Laut einer Studie haben nur 16% der intensiven Nutzer von Social Media die Bereitschaft, sich mit Markenbotschaften zu befassen (Meedia).

Gleich 2 spannende Artikel finden sich diese Woche in der Zeit: Zum einen hat ein Student getestet, welche Daten er bei Facebook hinterlassen hat – und wie er an die Daten kommt, was nicht so einfach war (Zeit), zum anderen wird der Konkurrenzkampf zwischen Facebook und Google+ hier schön zusammengefasst. Ebenfalls gut zu lesen ist der Artikel bei Blogwerk über die 7 größten Vorbehalte gegenüber sozialen Netzwerken – wobei leider das Thema Datenschutz ausgelassen wird, einer der Vorbehalte, der mir häufig begegnet.

Zum Deppen machte sich letzte Woche der CDU-Politiker Siegfried Kauder, der erst gefordert hat, dass Nutzer, die mehrmals Urheberrechtsverletzungen im Internet begehen, der Zugang zu selbigem gesperrt werden solle – um daraufhin dabei ertappt zu werden, wie er mehrfach Bilder verwendete, deren Rechte er nicht besitzt. Die Erklärungen, die er danach heraus gab, zeugen allerdings davon, dass er keine Ahnung von dem hat, was er politisch fordert. (Netzpolitik, Meedia)

Die Wochen in Social Media (bis KW 37)

So, Sommerpause vorbei, weiter geht’s mit den diesmal etwas lückenhaften Neuigkeiten rund um das Thema Social Media.

Meedia berichtet, dass das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein nach rechtlichen und technischen Untersuchungen festgestellt hat, dass der Like-Button illegal ist und fordern daher die Betreiber von Websites auf, die Facebookseiten und die Like-Butons zu löschen – andernfalls drohe eine Strafe von bis zu 50.000 €.

Andererseits vielleicht ja auch egal – da laut mehreren Studien feststeht, dass die Nutzung von Facebook abnimmt. (Meedia)

Vielleicht ja auch deswegen, weil Facebook eine Priorisierung der Freundeslisten vornimmt und somit nur die Neuigkeiten angezeigt werden, von denen der Filter denkt, dass sie interessant für den Nutzer seien (W&V)

Dann lieber zum neuen Google+? Nicht so einfach, da Facebook scheinbar Einladungen filtert und auch Statusmeldungen mit dem bösen G-Wort verbrigt (Meedia)

Wobei man als Unternehmen eh noch keine Möglichkeit hat, eine Firmenseite auf Google+ zu erstellen. Zwar kann man das umgehen, jedoch wurden schon mehrfach entsprechende Seiten gelöscht (W&V, Eigenrecherche) Auch der Klarnamen-Zwang stößt nicht nur bei Bloggern (Netzpolitik.org) auf Kritik, auch Politiker fordern ein Recht auf Pseudonyme (SZ). Vielleicht sollte man diesen mal mitteilen, dass man als Politiker die Möglichkeit hat, sowas gesetzlich zu ändern?

Auch Frau Aigner  scheint sich ihrer Macht nicht bewusst zu sein, wenn sie die anderen Minister in einem Brief darum bittet, auf Facebook-Fanpages und die Einbindung des „Gefällt mir“-Buttons zu verzichten (Meedia). Andererseits weiss zumindest Facebook um die Macht der Politik und hat nun eine Lobbyistin nach Brüssel geschickt (SZ).

Andererseits hat ein Forscher nun heraus gefunden, warum sich Menschen auf Facebook & Co. komplett entblößen: „Es geht dabei weniger um rational bestimmte Kommunikationsabsicht, sondern um gefühlsmäßige Selbstversicherung“, so Berger laut Welt. Wobei bereits jede 4. Firma Social Networks sperrt (Meedia)

Aber der Wettstreit zwischen Google+ und Facebook bringt zumindest eins: Dass sich beide richtig Mühe geben. Laut W&V lernt Google+ von Facebook und wird noch sozialer. Facebook wiederum nimmt sich die Datenschutzregelungen des Mitbewerbers zum Vorbild und macht die eigenen (wie lange gefordert) einfacher und transparenter (Meedia). Auch bei Feiereinstellungen wurde nachgebessert, um ungewollte Facebook-Parties zu verhindern (Tagesspiegel). Auch der Nachrichtenstrom soll nun individuell eingestellt werden können (W&V).

Wobei der große Aufschwung von Google+ schon wieder vorbei zu sein scheint, da die Anzahl der Einträge rapide sinkt – laut dem Blog 89n.com sogar um alamierende 41% (Stern).

Facebook kauft jedoch noch die ein oder andere Firma, zuletzt u.a. App-Spezialisten Snaptu (W&V). Und laut Meedia soll noch im September der neue Facebook-Musikdienst starten. Andere Firmen wiederum hätte Zuckerberg besser kaufen sollen, wie zum Beispiel Wonderful Pistachios, die nun mit den Winckelvoss-Brüdern werben. Diese geben in dem Werbespot einen Seitenhieb auf den Facebook-Chef: „Good idea! – Think someone will steal it?“ (W&V)

Und wer keine Lust hat, sein Haustier bei Facebook oder Google+ anzumelden, kann dies nun bei einem eigenen Tier-Social-Network namens „My Social Petwork“ tun (Tagesspiegel).

Am 5. November ist übrigens Weltuntergang – zumindest für Facebook-Süchtige, denn die Hackergruppe Anonymous will zu diesem Stichtag das Social Network zerstören (FTD). Auch der Chaos Computer Club bekräftigt, dass Facebook die Surfer ausspähe (Focus).

Vielleicht wollen sie ja deswegen den Börsengang hinausziehen – oder liegt es doch am durch die Schuldenkriese unruhigen Finanzmarkt? (Morgenpost)

LinkedIn, weltweit zwar die Nummer 1 im Bereich Business-Network, aber in Deutschland noch abgeschlagen, eröffnet ein Büro in Deutschland, um diesen Zustand zu ändern. Die Zweigstelle in München wird zunächst mit 6 Mitarbeitern besetzt. (W&V)

Auch Twitter will es wissen und verstärkt nun die Werbeaktivität (W&V).

Zu den Studien, Artikeln und Leitfäden: Social Media ist bei der Kaufentscheidung bislang noch wenig ausschlaggebend (W3B Report bzw Kurzüberblick bei W&V). Der BVDM gibt den Leitfaden für Social Media Monitoring heraus. Ein spannender Artikel über Crowdsourcing im Autodesign beim Handelsblatt.

Die Woche in Social Media (KW 23/2011)

Facebook hat mal wieder viel Spaß: Facebook installiert Gesichtserkennung (Golem). Datenschützer monieren Gesichtserkennung (Heise). Der ein oder andere erkennt das Potential dieses Tools (IndiskretionEhrensache)Facebook gesteht Kommunikationsfehler bei Gesichtserkennung ein (W&V). Weiter geht es wahrscheinlich wie immer damit, dass jemand, der scheinbar nicht die Macht besitzt, etwas zu ändern (also Verbraucherschutzministerin Aigner) fordert (jawohl, fordert), es möge sich etwas ändern. Einige Zeit später, auf Druck der Öffentlichkeit (nicht der Politik), wird dann Zuckerberg verkünden, dass man die Änderung modifiziert hat, was die Datenschützer besänftigen wird. Oder so ähnlich…

Gleichzeitig hat nun auch die Polizei Facebook für sich entdeckt und vergleicht die Userfotos mit den Blitzerbildern, wenn sich der Halter nicht dazu bekennt (Meedia).

Wie kommt man eigentlich zu Facebook-Freunden – ist eine der Fragen, die den Werber beschäftigt. Anders herum gibt es nun eine Plattform, wo man Centbeträge bekommt, wenn man als User Fan wird, aktuell gerade bei Nokia oder Alster Radio (W&V). Wer aber wissen will, was die Untreschiede um Verhalten von Fans zu Nichtfans sind: Bei Facebookbiz steht’s. Kurz gesagt: Fans sind hardcore Facebook User.

Nach der peinlichen Ticket-Aktion auf Facebook hat die Bahn scheinbar den Wert von Social Media entdeckt. So starten sie nun einen Twitter-Service-Kanal, der vorerst von 6 bis 20 Uhr besetzt sein soll (Basic Thinking). Der stellvertretende Bahnsprecher Andreas Fuhrmann verkündet beim W&V-Interview, dass dies keine kurz angelegt Kampagne, sondern eine dauerhafte Kommunikationsform sein soll. Natürlich macht sich „das Web“ lustig über darüber mit Sprüchen wie „Sänk ju for following @DB_Bahn“ oder der Vermutung über den ersten Tweet: „Die Eröffnung des Twitterkanals von @db_bahn verspätet sich leider um 15 Miunten. Wir bitten um Ihr Verständnis.“ (Meedia).

Ein amerikanischer Abgeordneter hat sich nun in’s politische Abseits getwittert, in dem er nicht einer Studentin, sondern öffentlich Bilder geschickt hat, die nicht eben in die Öffentlichkeit gehören (Meedia).

Laut einer Studie verliert klassische Werbung an Einfluss auf die Kaufentscheidung (W&V). Forscher wiederum haben herausgefunden, dass die Social Media Benutzung am Arbeitsplatz nicht nur ein Zeitfresser ist, sondern auch nützen kann (FAZ)

Auch wenn es nur am Rande mit Social Media zu tun hat: Kino.to wurde geschlossen, der beste Kommentar dazu: Razzia bei kino.to zwingt Millionen User, zwei Minuten nach neuer Streaming-Plattform zu suchen (der Postillion).

Zum selberlesen: Ein Artikel der Zeit darüber, wie Forscher Facebook für soziologische Studien nutzen, die größten Social Media Pannen auf Meedia und ein Artikel der NZZ über durch personalisierte Werbung verursachtes Stalking.

„Sänk ju for following @DB_Bahn“

Die Woche in Social Media (KW 22/2011)

Twitter ist geknackt. Vor einem britischen Gericht wurde nun zum ersten Mal erstritten, dass die Nutzerdaten eines Accounts herausgegeben werden. Dabei ging es um ein Mitglied eines britischen Gemeinderates, der andere diffamiert hat (Meedia).

Gleichzeitig hat Twitter nun einen eigenen Fotodienst angekündigt. Bereits in wenigen Wochen soll der Twitpic-Konkurrent den Betrieb aufnehmen (Spiegel). Darüber hinaus wurde nun der Follow-Button angekündigt, der Pedant zum Like-Button (W&V) – oder dem ebenfalls angekündigten +1-Button von Google (W&V).

Nach einer seitens Hackern als einseitig eingestuften Berichterstattung über einen mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten wurde nun die Website eines amerikanischen Senders gehackt und die Zugangsdaten von Werbepartnern und Mitarbeitern ins Netz gestellt (Heise).

Neue Zahlen bei Facebook: 20 Millionen aktive Nutzer gibt es in Deutschland, aktiv bedeutet, mindestens einmal im Monat eingeloggt zu sein (Netzwertig). Gleichzeitig geht der Streit um den Kläger (nicht die Brüder, sondern der Holzhändler) weiter, Facebook bezeichnete es nun als Betrug, was da behauptet wird und die vorgelegten Beweise als gefälscht (Handelsblatt).

Auch wenn das ganz große Chaos ausfiel, ca. 1600 ungeladene Gäste kamen zur fälschlicherweise bei Facebook öffentlich gemachten Geburtstagsfeier einer Sechzehnjährigen. Nachdem sie den Haken nicht dort gesetzt hatte, wo man eine Veranstaltung nur für Freunde sichtbar macht, hatten sich 15.000 User angemeldet. Besagte 1600 machten dann ein zunächst friedliches Straßenfest, das allerdings irgendwann kippte und Randale und Sachbeschädigung nach sich zog (Welt).

Selberlesen kann man ein etwas kurzes Interview mit Pixelpark-Geschäftsführer Christoph Kappes darüber, dass Facebook-Marketing mitunter weniger bringt, als man denkt (W&V) und – wer dem Konzept „Geld zahlen für Inhalte“ nicht allzu negativ gegenübersteht – einen Artikel bei FTD über den chinesischen Facebook-Klon Tencent.

Die Woche in Social Media (KW 21/2011)

Britische Knebelverfügungen der Presse zum Schutze Prominenter nehmen gerade kafkaeske Züge an. So dürfen dort inzwischen nicht mal mehr die Namen von Prominenten, die einer Affaire verdächtigt werden, genannt werden. Nachdem aber gerade diese auf Twitter ausgeplaudert werden, hat nun ein britischer Anwalt mit Konsequenzen gedroht – für 30.000 Twitterer, wie Meedia berichtet.

Wer es noch nicht wußte, kann bei W&V schwarz auf weiß nachlesen, dass Facebook Shares, Likes und Links für einen besseren Pagerank bei Google sorgt. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass es hier eine Facebook-Socmed-Seite gibt? Und wer das noch nicht wusste, wusste wahrscheinlich auch noch nicht, dass Facebook ein Arbeitszeitkiller ist – was inzwischen aber auch durch eine Studie belegt ist (Meedia).

Forbes berichtet, dass Facebook einen Musikservice plant (auf deutsch nachzulesen u.a. beim Spiegel) und dafür mit dem Song-Streaming-Dienst Spotify kooperiert.

Das Ende der Netzneutralität, bei dem alle Daten aller Anbieter gleich schnell befördert werden, wird immer wieder diskutiert. Laut Focus wird Youtube von der Telekom bereits langsamer ausgeliefert.

Mark Zuckerberg würde laut Heise Facebook gerne für Kinder öffnen. Der Grund, warum dies übrigens noch nicht passiert ist, liegt darin, dass es laut US-Recht verboten ist, Daten von Kindern zu speichern. Wobei laut einer dort zitierten Studie bereits 55% der 12- bis 13-jährigen über einen Account verfügen. Vielleicht kein Wunder, dass Disney das Facebook-Ranking mit 50 Millionen Fans anführt (W&V)

Die Breaking News sind aber sicherlich, dass nun auch LinkedIn eine Sicherheitslücke vorweist, wie u.a. der Focus schreibt. Grund sind die lange Speicherung von Cookies.

Gleiche Quelle berichtet auch, dass Wikipedia Weltkulturerbe werden will. Aktivisten haben demnach am Montag eine Petition eingebracht. Allerdings gibt es einige Hürden zu nehmen, eine Aufnahme in die Liste ist nicht gerade einfach.

In  der losen Reihe „peinlichste Auftritte von Unternehmen in Social Media“ ist nun Daimler vertreten. So ist der Autobauer laut Golem nicht nur wegen „Majestätsbeleidigung“ gegen die Facebook-Gruppe „Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21“ vorgegangen, vielmehr wurden Angestellte, die den Like-Button gedrückt hatten, zur Personalabteilung gebeten. Der Focus berichtet über weitere „Mitmachaktionen“ – und die Risiken derselben.

Die wohl unangenehmsten Seiten der Social Media (nach schlechten Firmenauftritten) sind sicherlich Lästerseiten wie isharegossip. SAT1 ist nun beim Versuch, den Chef dieser Seite ausfindig zu machen und ihn zu interviewen, einem Trittbrettfahrer auf den Leim gegangen. Lustigerweise folgte laut Meedia aber die Strafe auf dem Fuße, denn auch die Polizei fiel darauf hinein und verhaftete den falschen Chef.

Zum Selberlesen gibt es diese Woche ein Interview mit den Winklevoss-Zwillingen, die dadurch bekannt wurden, dass sie Mark Zuckerberg wegen Ideenklau mehrfach verklagt haben, bei der Zeit sowie einen Artikel über den alten und neuen Twitter Chef Jack Dorsey bei Netzwertig.